Zum Programm des Kulturkreises für
Frühjahr / Sommer 2018

 

Ob Sie die Große Landesausstellung “Katholische Pracht in der Reformationszeit“ bereits einmal besucht haben oder ob Sie dies noch beabsichtigen – die Führung durch die Kuratorin der Ausstellung verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit dem  Kunstschaffen des Meisters von Meßkirch im Vergleich mit der reformatorischen Kunst im Tafelwerk „unseres“ Heinrich Füllmaurers. Die weitere Beschäftigung mit dem bedeutenden Herrenberger Maler – sein künstlerisches Wirken, seine Persönlichkeit, die Auswahl seiner Texte und deren Quellen, sein kulturelles Umfeld – all dies soll durch weitere wissenschaftliche Untersuchungen und deren Publikation durch den Kulturkreis gefördert werden. Wenn wir das an dieser Stelle besonders hervorheben, so sollen Hinweise auf die große Bandbreite unseres Programms doch auch nicht fehlen: Es gibt Vorträge über die Musikpraxis in Herrenberg im 17. Jahrhundert, über das Wirken der Freimaurer in Württemberg bis in unsere Zeit, es gibt Ausstellungen in Karlsruhe (die Etrusker und Cézanne), Böblingen (Steisslinger) und Stuttgart (Nägele); Exkursionen führen in die wiedereröffnete Sülchenkirche bei Rottenburg mit ihrer spannenden Geschichte und in die  Weingegend im Neckar- und Bottwartal mit römischen Resten, alten handwerklichen Traditionen und Kirchen – die Heimat- und Kulturgeschichte unserer Gegend steht im Mittelpunkt. Die Studienreise nach Hessen entfernt sich davon nur scheinbar. Denn bei allen vielleicht unbekannten Orten, neuen Namen, anderen Geschichtsverläufen finden wir vertraute Architekturformen und Stadtkerne, kulturelle und geschichtliche Beziehungen zu unserer Region.           

                                                          

 

Donnerstag, 18.01. 2018

Der Meister von Meßkirch und Heinrich Füllmaurer

Fahrt zur Landesausstellung  „Katholische Pracht in der

Reformationszeit“ in der Staatsgalerie Stuttgart

Im Reformationsjahr 2017 widmet die Staatsgalerie dem Meister von Meßkirch erstmals eine umfassende monographische Ausstellung. Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der frühen Neuzeit. Seine Altarbilder beanspruchen auch höchstes historisches Interesse, da sie – entgegen der sich in Württemberg fast flächendeckend durchsetzenden Reformation – das regionale Festhalten am altgläubigen Bekenntnis dokumentieren. Ein Großteil seiner heute verstreut in Museen und Privatsammlungen Europas und der USA befindlichen Tafelbilder und Zeichnungen sind in der Ausstellung vereint zu sehen. In aufschlussreichen Konstellationen mit annähernd zeitgleich entstandenen Werken protestantischer Ausrichtung präsentiert, kann so ein differenzierter Eindruck von den künstlerischen Ausdrucksformen im Zeitalter der Reformation vermittelt werden.

In diesem Zusammenhang zu sehen ist das Glanzstück des Herzoglichen Museums zu Gotha, der „Gothaer Altar“ des Herrenberger Malers Heinrich Füllmaurer. In seiner Werkstatt in Herrenberg entstanden, diente das reformatorische Bildwerk nicht als Teil einer Kirchenausstattung, sondern als „religiöses Ziermöbel“ der herzoglichen Wohnräume zur frommen Erbauung und Bildung. Vor einem Jahr ging das bilderreichste Werk altdeutscher Malerei in eine große Schauausstellung nach Minneapolis/USA, kehrte zurück in die Reformationsausstellung nach Gotha und ist nun für einige Monate in Stuttgart. Wir freuen uns, für unsere Führung wieder Frau Dr. Wiemann gewonnen zu haben. Sie ist Kuratorin der Ausstellung und Konservatorin für altdeutsche Malerei an der Staatsgalerie.

 

Leitung

 

Elisabeth Kaiser (Fahrt)

Dr. Elsbeth Wiemann (Führung)

Treffpunkt

S-Bahnsteig Herrenberg 13.35 Uhr,

Führung 15.30 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung

Gebühr

19,00 € (Fahrt, Eintritt, Führung), Mitglieder 16,00 €

Anmeldung

bis Mo., 08. 01. 2018  bei Frau Reinhardt,

Hildrizhauser Str.1, Tel. 07032-508855

e-mail: erkenheid.r@t-online.de

 

Dienstag, 30. 01. 2018

Der Gothaer und der Mömpelgarder Tafelaltar –

Evangelien­verkündigung in Schrift und Bild

Vortrag von Dr. Roman Janssen

Anlässlich des Lutherjahres sind auch die beiden monumentalen „Bilderbuch-Altäre“, die um 1536/40 durch den Herrenberger Maler Heinrich Füllmaurer und seinen Umkreis geschaffen wurden, verstärkt Gegenstand des öffentlichen wie wissenschaftlichen Interesses geworden. Sie benutzen das Medium Bild, um die sehr umfangreichen Evangelientexte zu illustrieren. Diese Texte sind also nicht Zutat zum Bild, sondern die eigentliche Botschaft der Altäre, die auch keine Altäre im herkömmlichen Sinne, sondern Lehrtafeln waren. Erstmals sind nun diese Texte wissenschaftlich untersucht. Im Ergebnis kann eine in wesentlichen Teilen völlig neue Entstehungsgeschichte vorgestellt werden: Sie beginnt mit einer ersten Umsetzung in der Klosterkirche St. Peter und Paul in Hirsau, die auch nachreformatorisch als mustergültig betrachtet wurde. Sie führt zu dem Lehrwerk des Gothaer Altars, das mit drei formal getrennten, aber inhaltlich aufeinander abgestimmten Textfolgen den Betrachter an die Grenzen der Auf­-

nahmefähigkeit führte, sowie zu der abgespeckten Mömpelgarder Version, die sich  wieder mehr der  Hirsauer Erstfassung zuwandte.  Neues ergibt sich auch zum Künstler, zur theologischen Beratung und zu einem Umbau des Gothaer Altars speziell nach Bedürfnissen um 1700. All das scheinbar Rätselhafte, wie man es zu lösen ansetzt, und was als Neues sich ergibt und wiederum weitere wissenschaftliche Untersuchung befruchten kann, das soll Gegenstand des Vortrags sein.

 

Zeit und Ort

19.00 Uhr, Gewölbekeller des Klosterhofs,

Bronngasse 13, Eingang  vom unteren Hof

Gebühr

6.- €, Mitglieder 4.- €

 

Mittwoch, 07. 02. 2018

„Die Etrusker“ und „Cézanne“ in Karlsruhe

Tagesfahrt mit dem Bus zu zwei Sonderausstellungen

- in Zusammenarbeit mit der VHS Kayh

Das erste Ziel sind „Die Etrusker – Weltkultur im antiken Italien“ im Badischen Landesmuseum in Kooperation mit dem italienischen Kulturministerium. Als eine der frühen Hochkulturen Italiens bestimmten die Etrusker das Schicksal des westlichen Mittelmeerraums vom 10. bis zum 1. Jh. v. Chr. Aktuelle archäologische Forschungen werfen ein neues Licht auf diese einzigartige Zivilisation: Ein blühendes Städtewesen und eine vielfältige Alltagskultur bezeugen Wohlstand und Lebensfreude. Prachtvolle Heiligtümer und monumentale Gräber mit farbenfrohen Wandmalereien sowie kostbare Grabbeigaben geben Aufschluss über die tiefe Religiosität der Etrusker. Dabei entsteht ihre faszinierende Identität auch aus der intensiven Begegnung mit anderen Kulturen des Altertums, etwa mit Phöniziern, Griechen, Kelten oder Römern. Spektakuläre Exponate, begleitet von originalgetreuen Rekonstruktionen und interaktiven digitalen Features, zeichnen ein facettenreiches Gesamtpanorama etruskischer Lebenswelten.

Nach der Führung besteht die Möglichkeit zu einer Mittagseinkehr im Innenstadtbereich in der Nähe des Schlosses, bevor wir unser zweites Tagesziel ansteuern: die Staatliche Kunsthalle mit der Ausstellung „Cézanne

– Metamorphosen“, die das Werk des französischen Malers (1839-1906) in den Blick nimmt. Er gilt auf Grund seiner Tendenz zur Abstraktion der Bildelemente als Wegbereiter der modernen Malerei. Die Ausstellung erweitert diesen Ansatz: Sie deutet Cézannes Kunst aus einer produktiven Spannung, in der innovative Bildverfahren ebenso wirksam werden wie die kreative Aneignung von Bildern der Kunstgeschichte. Das Konzept der Karlsruher Ausstellung ist daher bewusst nicht als Retrospektive chronologisch angelegt, sondern als Themenausstellung, die eine neue Perspektive auf das scheinbar so gut bekannte Werk des Künstlers eröffnet.

 

Leitung

 

Treffpunkt

 

Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser

(Begleitung) Führung vor Ort

Hallenbad 9.00 Uhr

Rückkehr gegen 18.00 Uhr

Gebühr

65,- € bei mindestens 20 Teiln., Mitglieder 55,- €

für Fahrt mit Reisebus, Eintritte und Führungen

Anmeldung

verbindlich bis Samstag, 13.01.2018

bei Frau Hünemörder, Tel. 07032-71710,

e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

Nach diesem Termin ist keine kostenlose

Stornierung mehr möglich!

 

 

Dienstag, 06. 03. 2018

Vom Mythos der verschworenen Gemeinschaft –

die Geschichte der Freimaurer in Württemberg

Vortrag von Dr. Albrecht Ernst, Kurator am Hauptstaatsarchiv  Stuttgart und verantwortlich für die Ausstellung über die Freimaurer dort (Mai bis September 2017)

Die Geschichte der Freimaurer begann 1717 in England,  1760 kamen sie in Württemberg an. Ihre Ideale sind zeitlos: Freiheit, Brüderlichkeit, Humanität, Gleichheit und Toleranz. Es geht um die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit und um gelebte Menschlichkeit. Auch wenn die Namen bedeutender Mitglieder wie der des ersten Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Dr. Reinhold Maier bekannt sind, bleiben die Freimaurer eine weithin verschwiegene Gemeinschaft, die in der Vergangenheit immer wieder von Verfolgung und Auflösung bedroht war. Die derzeitige Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart soll beitragen, ihre Geschichte öffentlich zu machen.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort

19.30 Uhr, Gewölbekeller des Klosterhofs,

Bronngasse 13, Eingang  vom unteren Hof

Gebühr

Eintritt frei

 

 

Mittwoch, 14. 03. 2018

Fritz Steisslinger: „Maskeraden & Marionetten“

Besuch der Sonderpräsentation in der Städt. Galerie Böblingen und der „Villa Steisslinger“ in Kooperation mit der VHS Kayh

Der Maler Fritz Steisslinger (1891-1957) verbrachte viele Jahre seines Lebens und Schaffens in Böblingen, wo er, nach vielen Ortswechseln, mit seiner Familie 1922 ein von ihm selbst entworfenes Haus auf dem Tannenberg bezog. Sein kraftvoller Malstil ist dem expressiven Realismus zuzurechnen. Ein Querschnitt durch Steisslingers Werke ist als Dauerausstellung in der Städt. Galerie zu sehen.

Nun untersucht eine Sonderpräsentation „Maskeraden & Marionetten“ das Motiv der Doppeldeutigkeit im Werk des Künstlers. Anlass ist die Jubiläumsausstellung „Bildgewalt“ des Bauernkriegsmuseums und der Städt. Galerie zum 30-jährigen Bestehen

des Museums Zehntscheuer. Zwischen 1924 und 1946 häufen sich bei Steisslinger Bildmotive wie Puppen, Marionetten, Clowns, Masken und Vanitas-Stillleben. Vor dem Hintergrund der damaligen hochambivalenten Zeitumstände und mit dem Blick hinter die Bildfassade kann die für den Maler charakteristische künstlerische Strategie der inhaltsverschleiernden Mehrdeutigkeiten entlarvt werden.

Nach einer Führung durch die Ausstellung und einer kleinen Kaffeepause besuchen wir die „Villa Steisslinger“ auf dem Tannenberg, wo uns die Schwiegertochter des Künstlers dessen Atelier und weitere seiner Werke zeigen wird.

 

Leitung

Führungen

 

Treffpunkt

Dorothea Hünemörder (Begleitung)

Corinna Steimel (Museumsleiterin Städt. Galerie BB)

Frederica Steisslinger (Villa Steisslinger)

S-Bahnsteig Herrenberg 13:35,

Rückkehr gegen 19:00 Uhr

Gebühr

26,-€ für Fahrt, Eintritte und Führungen,

Mitglieder 24,- €  (Höchstteilnehmerzahl: 12 Pers.)

Anmeldung

bis Do. 01.03.2018  bei Frau Hünemörder,

Tel. 07032-71710, e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

 

Mittwoch, 11. 04. 2018

„Reinhold Nägele. Chronist der Moderne“

Fahrt mit Führung durch die Sonderausstellung im Kunstmuseum Stuttgart in Kooperation mit der VHS Kayh

Reinhold Nägele (Murrhardt 1884-1972 Stuttgart) war ausgebildeter Dekorationsmaler und entwickelte als freischaffender Maler und Grafiker einen besonderen Stil, der naturalistische, aber auch komische und fantastische Elemente aufgreift.

Die Ausstellung zeigt anhand von rund 80 Werken Nägele als Künstler, der in den 1910er- bis 1930er-Jahren die Gestalt der sich wandelnden Stadt Stuttgart und der Umgebung sowie Episoden aus dem kulturellen Leben, der Politik und Zeitgeschichte thematisiert. Als Chronist wirft er einen besonderen - zuweilen ironischen und kuriosen – Blick auf verschiedene Ereignisse sowie auf einschneidende Veränderungen des Stadt- und Landschaftsbildes. Vor dem Hintergrund heutiger Stuttgarter Bauvorhaben erweisen sich Nägeles Bilder von ungebrochener Aktualität. Reinhold Nägele war zeitlebens eng mit der Region Stuttgart verbunden.1939 emigrierte er mit seiner Familie in die USA. Bis zum Tod seiner Frau Alice Nördlinger lebte er in New York und kehrte anschließend wieder nach Deutschland zurück.

 

Leitung

 

Trefpunkt

Dorothea Hünemörder (Begleitung)

Stefanie Alber (Führung)

S-Bahnsteig Herrenberg 13:35,

Rückkehr nach Vereinbarung

Gebühr

20,-€ für Fahrt, Eintritt und Führung,

Mitglieder 18,- €

Anmeldung

bis Mi. 04.04.2018 bei Frau Hünemörder,

Tel. 07032-71710,

e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

 

 

Freitag, 20. 04. 2018

Exkursion zur Sülchenkirche bei Rottenburg

Führung durch Tilmann Marstaller M.A. ( Archäologe und Bauforscher)

Die Grabungsarbeiten von 2011 bis 2017 in und unter der Sülchenkirche brachten erstaunliche Funde ans Licht, die sowohl die frühe Besiedlungszeit des Ortes Sülchen beweisen als auch seine frühe Christianisierung im 6. Jahrhundert. Die heutige Friedhofskirche Sülchen war noch im 15. Jahrhundert die Pfarrkirche der Stadt Rottenburg und gilt als eine der Urkirchen in der Region. Möglicherweise war sie ehemals Bestandteil eines fränkischen Herrenhofs, in dessen Umgebung sich die Siedlung Sülchen entwickelt hatte. Wie wir uns die Entwicklung von einer kleinen Steinkirche aus der Frühzeit des Christentums hierzulande über eine große roman­ische Pfeilerbasilika mit Dreiapsiden-Chor zum gotischen Saalbau des 15. Jahrhunderts und zu den späteren Veränderungen im 19. Jahrhundert  als Bischofs-Grablege vorzustellen haben, wer­­­­­­­den wir in der fachkundigen Führung durch Tilmann Marstaller erfahren, der selbst die bauhistorische Untersuchung der bestehenden Kirche vorgenommen hat. In der neuen Unterkirche unter dem Kirchenschiff ist ein moderner Ausstellungsbereich entstanden, der uns die Inszenierung der Baugeschichte auch noch einmal vor Augen führt.  So können wir die Sülchenkirche, die seit rund 1500 Jahren als christlicher Bestattungs- und Sakralort dient, als lebendiges Glaubenszeichen und archäologische Sensation zugleich erleben.

Leitung

Führung

Elisabeth Kaiser (Begleitung)

Tilmann Marstaller M.A., ab 14.30 Uhr

Treffpunkt

Parkplatz am Hallenbad 14.00 Uhr, Fahrt im

eigenen Pkw, Mitfahrgelegenheit kann gern

vermittelt werden, Rückfahrt nach Vereinbarung

Gebühr

10,- €, für Mitglieder 8,- €

Anmeldung

bis Fr. 13. 04. 2018 bei Frau Reinhardt,

Tel. 07032-508855,

e-mail: erkenheid.r@t-online.de

 

 

Studienreise 2018: Sonntag 06. Mai bis Samstag 12.Mai

Auf Erkundungstour in Deutschlands Mitte

Sonntag, 6.5.

7.00 Uhr Abfahrt Herrenberg Hallenbad – Fahrt über Aschaffenburg und Limburg a. d. Lahn nach Wetzlar: Aschaffenburg: Führung durch das Pompeianum; Mittagsrast Autobahnraststätte Bad Camberg; Limburg: geführter Spaziergang durch die Altstadt: von der Lahn auf den Domberg, Besichtigung des spätromanischen Doms St. Georg, Kaffeepause; Weiterfahrt zum Teil an der Lahn nach Wetzlar, Standquartier für 3 Nächte: Hotel Wetzlarer Hof, Abendessen im Hotel.

Montag, 7.5.

Vormittags Führung durch die alte Reichsstadt Wetzlar innerhalb der alten Stadtmauern (13.Jh.) zur alten Lahnbrücke, u.a. auf den Spuren Goethes (Lottehaus, Jerusalemhaus, Reichskammergericht), ca. 1 ½ Stdn., Freizeit; am frühen Nachmittag Führung durch den romanisch-gotischen Dom; Kaffeepause im ehem. Prämonstratenserinnenkloster Altenberg hoch über der Lahn  und Besuch der Klosterkirche (Äbtissin Gertrud, Tochter der Hl. Elisabeth);  Abendessen s.o.

Dienstag, 8.5.

Fahrt nach Marburg: Führung durch die gotische Elisabethkirche (mit Elisabeth-Mausoleum und Schrein) Freizeit, nachmittags Stadtführung (Schloss, Universität, Marienkirche, Kugelkirche), 18.30 Uhr Abendessen im „Weinlädele“, Schlosstreppe 1, Übernachtung in Wetzlar.

Mittwoch, 9.5.

Hotelwechsel; 9.00 Uhr Abfahrt über Fritzlar nach Kassel;  Fritzlar: Stadtführung (ca.1 ½ Stdn.), nach der Mittagspause Besichtigung des romanischen Doms (ca. 1 Stde.), Ankunft in Kassel ca.

17.30 Uhr,  Halt am „Herkules“ mit Blick auf Kassel; kurze Fahrt zum Hotel: Schweizer Hof (Standquartier für 3 Nächte), Abendessen im Hotel.

Donnerstag, 10.5.

9.30 Uhr Fahrt  mit der Tram zum Schloss Wilhelmshöhe, Besuch der bedeutenden Gemäldegalerie (ca. 2 Stdn.), Mittagspause im Schlossparkbereich; Treffpunkt 14.00 Uhr „Beobachtung und Begleitung“ der Wasserspiele (14.30 -15.45 Uhr) , Freizeit im Park oder Hotel, 18.30 Uhr Fahrt mit der Tram zur Innenstadt; Abendessen im Restaurant „Il Convento“.

Freitag, 11. 5.

9.00 Uhr Fahrt mit der Tram in die Innenstadt: Stadtführung Kassel-Kunst-Kultur, u.a. auf dem Documentapfad (ca. 1 ½ Stdn.); Mittagspause;  nachmittags Besichtigung des Marmorbads und Führung durch das neue Museum  Grimmwelt, Rückfahrt mit dem Bus zur Wilhelmshöhe, Abendessen im Restaurant „Herkules Terrassen“.

Samstag, 12.5.

9.00 Uhr Rückfahrt nach Herrenberg über Fulda und Gelnhausen: in Fulda Besichtigung der Michaelskirche und des Doms mit

Bonifatiusgrab, Spaziergang durch die Altstadt, Mittagessen;

in Gelnhausen Besuch der Kaiserpfalz, Kaffeepause

Rückkehr in Herrenberg gegen 20.00 Uhr.

Leitung:  Volker Bäume, Elisabeth Kaiser

Gebühr:  750,- € (Nichtmitglieder 800,- €) pro Person im Doppelzimmer; Einzelzimmerzuschlag 150,- €

Leistung: Busfahrt (Firma Däuble), Übernachtung mit Frühstück  6.-9. 5. im Hotel Wetzlarer Hof, Obertorstr.3, 35578 Wetzlar, Tel. 06441/908-0, www.wetzlarerhof.de,

9.-12.5. im Hotel Schweizer Hof, Wilhelmshöher Allee 288, 34131 Kassel, Tel. 0561/9369-0,

www.hotel-schweizerhof-kassel.de; Abendessen teils in den Hotels, teils in anderen Restaurants (siehe Programm); Eintritte und Führungen

Anmeldung: ab sofort bei Frau Reinhardt schriftlich: Hildrizhauser Straße 1, 71083 Herrenberg

 e-mail: erkenheid.r@t-online.de

 (zur Info: Tel. 508855)

 

Montag, 11.06. 2018

Auf den Spuren der Musikpraxis im Barockzeitalter in

Herrenberg

Vortrag von Dr. Christoph Öhm-Kühnle, Musikwissenschaftler und Pianist - in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv

Die Musikpraxis in Herrenberg vor 1800 war bereits im Rahmen der publizierten Schriften zur Herrenberger Geschichte in Glanzlichtern von Dr. Roman Janssen vorgestellt worden.

In den letzten Monaten konnten nun zahlreiche aufschlussreiche Funde zur Musik während der Zeit des Barock in Herrenberg gemacht werden, die zeigen, dass die Kirchenmusik auch in dieser Zeit in der Amtsstadt Herrenberg auf hohem Niveau war und Werke namhafter Meister der Zeit, wie Telemann und Erlebach, angekauft und musiziert wurden. Die in Herrenberg damals nachweislich vorhandenen Kompositionen werden im Vortrag anhand eines im Stadtarchiv von Dr. Albus-Kötz aufgefundenen Inventars von 1729/30 vorgestellt. Schwerpunktmäßig wird dabei der detektivische Vorgang des Identifizierens eines im Inventar aufgeführten und heute verschollenen Kantatenjahrgangs von Philipp Heinrich Erlebach nachvollziehbar gemacht. Im Jahr 2017 konnte Öhm-Kühnle einen erhaltenen Druck von Kantatentexten des berühmten Kirchendichters Erdmann Neumeister (1727) erstmals den Kompositionen Erlebachs zuordnen. Zwei der bisher verschollenen Herrenberger Erlebach-Kantaten nach den Neumeister-Texten können auf dieser Forschungsgrundlage sogar für künftige Aufführungen rekonstruiert werden. Öhm-Kühnle vermittelt auch Einblicke in das hiesige Musiker-Leben der Zeit, durch die Beschreibung der Tätigkeit von Stadt-Zinkenisten, die als Allroundmusiker viele Instrumente zu spielen hatten und für Stadt- wie Kirchenmusik eingesetzt wurden. Ein weiterer Seitenblick wird auf das Wirken des privaten Collegium Musicum des Herrenberger Vogtes Gottlieb Friedrich Heß geworfen.

 

Zeit und Ort

19.00 Uhr, Stadtarchiv, Marienstr. 21

Gebühr

6,- €, Mitglieder 4,- €

 

 

Mittwoch, 13. 06. 2018

Das neue Stadtmuseum Stuttgart

Fahrt mit Führung in Kooperation mit der VHS Kayh

Im historischen Wilhelmspalais wird im Mai 2018 das neue Stuttgarter Stadtmuseum eröffnet. War es einst Wohnpalais der württembergischen Prinzessinnen Marie und Sophie, bevor es König Wilhelm II. von Württemberg ab 1888 als Residenz nutzte, wurde das Gebäude 1965 für die Nutzung als Stadtbücherei von Wilhelm Tiedje neu aufgebaut. Seit Frühjahr 2014 wurde dort erneut kräftig gebaut. Für den Umbau zum Stadtmuseum wurde das Wilhelmspalais vollständig entkernt und im Inneren nach den Plänen der Stuttgarter Arbeitsgemeinschaft Lederer Ragnarsdóttir Oei (Architektur) und jangled nerves (Ausstellungsgestaltung) neu aufgebaut. Eine Führung macht uns mit dem „neuen alten“ Ge-

bäude und seinen Exponaten zur Stuttgarter Stadtgeschichte vertraut.

 

Leitung

 

Treffpunkt

Dorothea Hünemörder (Begleitung)

Führung vor Ort

S-Bahnsteig Herrenberg 13:05,

Rückkehr nach Vereinbarung

Gebühr

18,- € für Fahrt, Eintritt und Führung,

Mitglieder 16,- €

Anmeldung

bis Di. 05.06.2018 bei Frau Hünemörder,

Tel. 07032-71710,

e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

 

 

 

Sonntag, 24. 06. 2017

Der Stadtwald Herrenberg als Lebensraum für Amphibien  

Waldführung in Kooperation mit der VHS Kayh

 Der Stadtwald Herrenberg ist ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere, auch für Amphibien. Damit das nicht nur so bleibt, sondern noch besser wird, wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder Feuchtbiotope saniert und auch neu geschaffen, wie z.B. der historische Teich am Kayher Sattel.

Denn wie steht es in der berühmten Rede des Häuptlings Seattle: „Was gibt es schon im Leben, wenn man nicht den einsamen Schrei des Ziegenmelkervogels hören kann oder das Gestreite der Frösche am Teich bei Nacht.“

Bei dieser Waldführung werden wir einige dieser Feuchtbiotope ansehen und hoffentlich zahlreiche Frösche, Kröten, Unken und Molche sehen und hören können. Bei der Führung werden aber nicht nur einheimische Amphibien vorgestellt. Sie erfahren auch Wissenswertes über den Wald im Schönbuch, seine Bewirtschaftung und seine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt insgesamt.

 

Führung

Zeit

Treffpunkt

Winfried Seitz 

16:00-ca. 18:00

Parkplatz am Kayher Sportplatz,

Mitfahrgelegenheit kann gern vermittelt werden

Gebühr

6,- € , Mitglieder 5,- €

Anmeldung

bis Do. 21.06.2018 bei Frau Hünemörder,

Tel. 07032-71710, e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

 

 

Samstag, 30. 06. 2018

Kunst- und Kulturgeschichte im Neckar- und Bottwartal

Tagesfahrt nach Oberstenfeld und Mundelsheim in Kooperation mit der VHS Kayh

Unsere Ausfahrt bringt uns zunächst nach Oberstenfeld im Bottwartal. Die dortige Stiftskirche St. Johannes der Täufer zählt zu den bedeutendsten romanischen Kirchen des Landes und wurde als Kirche des 1016 gegründeten Adeligen Chorfrauenstiftes erbaut. Ihr ältester Bauteil ist die westliche Hälfte der Krypta. Im ungewöhnlich hohen oberen Chor ist ein dreiflügeliger Passionsaltar von 1512 erhalten. Nach einem Abstecher zur Friedhofskirche („Peterskirchle“), einem Kleinod romanischer Baukunst mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert, setzen wir unsere Fahrt fort in Richtung Mundelsheim. Von der Ottmarsheimer Höhe aus genießen wir einen einmaligen Blick auf die Neckarschleife und die Weinberge, wo der „Mundelsheimer Käsberg“ in extremer Steillage angebaut wird. Dort oben können wir Reste einer römischen Siedlung besichtigen: einen freigelegten Keller und ein Mithras-Heiligtum.

Nach der Mittagspause im traditionsreichen Landgasthof „Schreyerhof“ erwartet uns eine Führung in der Mundelsheimer

Stiftsscheuer, die früher dem Oberstenfelder Damenstift als Zehntscheuer diente. Nun sind dort die alten und neuen Arbeitsweisen des Weinbaus dokumentiert. Der Nachbau einer Küfer- und einer Wagnerwerkstatt ergänzen das Thema auf anschauliche Weise, und eine kleine Kostprobe vom Käsberg-Trollinger vertieft unseren Einblick in die arbeitsintensive Weinbaukultur an den steilen Neckarhängen.

Den krönenden Abschluss findet unsere Ausfahrt schließlich in der Mundelsheimer Kilianskirche, die nach langer Restaurierungszeit im Frühjahr 2016 wiedereröffnet wurde. Ihr gesamter Innenraum ist mit einzigartigen Fresken aus dem 15. Jahrhundert ausgemalt – eine Art „Bilderbibel“, die u.a. Szenen aus der Kilians-Legende und die Darstellung einer Hostienmühle zeigt.

 

Leitung

Dorothea Hünemörder und Elisabeth Kaiser,

Führungen vor Ort

Abfahrt

9.00 Uhr am Hallenbad Herrenberg

Rückkehr gegen 20.00 Uhr

Gebühr

57,- € (Busfahrt, Eintritte und Führungen)

47,- € für Mitglieder

Anmeldung

bis Mo. 04.06.2018 bei Frau Hünemörder,

Tel. 07032-71710;

e-mail: d.huenemoerder@gmx.de

Nach diesem Termin ist keine kostenlose Stornierung mehr möglich.

 

 

 

 

 

 

Vorschau

Samstag/Sonntag 22./23. September 2018

Wochenendexkursion nach Füssen und Umgebung

Eine Wochenendausfahrt (mit Übernachtung) führt uns ins bayrisch-schwäbische Ostallgäu. 

Wir wollen die in herrlicher Umgebung gelegene Grenzstadt Füssen an der romantischen Straße und an der Via Claudia Augusta näher ansehen. 

Die Füssener Lauten- und Geigenbauer machten die Lechstadt in ganz Europa bekannt, weshalb wir uns in dem besonderen Lauten- und Geigenbaumuseum umsehen sowie u.a. auch Führungen durch die Stadt und  in der Basilika St. Mang haben werden. 

- Das vollständige Programm ist noch in Bearbeitung.