ALTE PROGRAMME

Herbst und Winter 2019/2020

Auch wenn der Kulturkreis im Programmheft für das Jubiläum des Herrenberger Altars nicht genannt ist, haben wir uns in den vergangenen Jahren in verschiedenen Veranstaltungen mit Jerg Ratgeb beschäftigt: So gab es schon 1998 eine Woche lang eine Projektion des Altars in Originalgröße im Chorraum der Kirche mit Förderung des Kulturkreises; es gab Vorträge  unter anderem zur Restaurationsgeschichte der Altartafeln, zur Geschichte ihrer Aufstellung in der Kirche, zur Ikonographie der Altartafeln aus theologischer Sicht, natürlich wiederholt Führungen in der Staatsgalerie durch Frau Dr. Elsbeth Wieman, bis 2018 Kuratorin der Altdeutschen Abteilung und Verfasserin des eindrücklichen Buchs über den Herrenberger Altar aus dem Jahr 2013. Viele Fragen zu Jerg Ratgeb konnten oder können noch nicht beantwortet werden, und viele Antworten besonders seinen Lebensweg betreffend sind hypothetischer Art. Wir freuen uns, dass wir im Februar 2020 Frau Dr. Wiemann für einen Vortrag über die komplexe Geschichte des sogenannten Wandelaltars gewinnen konnten, an deren Ende als eigenwillige Höhepunkte der Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb und der Gothaer Altar unseres Herrenberger Malers Heinrich Füllmaurer stehen. Auch auf unserer nächsten Studienreise werden wir uns in Schwaigern und Frankfurt unter anderem Kunstwerken von Jerg Ratgeb widmen, zumal seine lange Schaffenszeit am Herrenberger Altar eine weitere Beschäftigung mit seiner Kunst über das Jubiläumsjahr 2019 hinaus wahrlich rechtfertigt.


Montag, 16.09. bis Mittwoch, 25.09.2019

Studienreise nach Rumänien in Kooperation mit der  ev. Kirchengemeinde Herrenberg

Ausflüge in Siebenbürgen (Schwerpunkt Mediasch – Partnergemeinde der ev. Kirchengemeinde Herrenberg) und in der Region Moldau/Bukowina. Die Reise ist ausgebucht. Zum Programm siehe Kulturkreisheft Frühjahr/Sommer 2019.


Montag, 23.09.2019

Eine frühe Touristin? – „ Die Reise der Frau Lotter aus Herrenberg nach America in den Jahren 1786 bis 1787“

Vortrag von Dr. Katharina Beiergrößlein und Dr. Jürgen Lotterer in Kooperation mit dem Stadtarchiv und der Stadtbibliothek Herrenberg

Auf 117 Oktavseiten schildert die Herrenbergerin Eberhardine Christiane Lotter, wie sie sich am 15. Juni 1786 auf eine einjährige Reise nach Nordamerika  machte: ein mühseliger Landweg nach Rotterdam, eine strapaziöse   Schiffspassage  nach Char­les­ton in South Carolina, die vielfältigen Erlebnisse vor Ort, vor allem das Treffen mit dem ein Jahr zuvor ausgewanderten Ehemann und die Rückkehr ohne Ehemann nach Herrenberg.                                                                                      
Der Reisebericht ist in einer handschriftlichen Kopie eines Nachkommen im Stadtarchiv Stuttgart erhalten. Die beiden Referenten, Historiker am Stadtarchiv Stuttgart, haben nicht nur die Hintergründe recherchiert, den Text  erstmals ungekürzt erfasst und mit einem umfänglichen wissenschaftlichen Anmerkungsapparat versehen, sondern sich auch in einem Nachwort der spannenden Frage der Authentizität des Berichts gewidmet. Daraus ist eine 280-seitige Publikation erwachsen. So werden wir eine Antwort auf die spannende Frage erhalten, warum eine württembergische Kaufmannsfrau am Ende des 18. Jahrhunderts zu einer einjährigen Reise über die Kontinente aufbricht, ihre Kinder zurücklässt, sich tödlichen Gefahren aussetzt und am Ende unversehrt wieder zu Hause eintrifft. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage eröffnet zugleich auch einen historischen Blick auf das zeitlose Phänomen der Migration und ihre Folgen.

Zeit und Ort 19.00 Uhr, Stadtarchiv, Marienstr. 21
Gebühr         6,00 €, Mitglieder 5,00 €

Freitag, 11.10.2019

Kunstschätze in Rumänien

Neben einem kurzen Rückblick auf unsere diesjährige Studien -und Begegnungsreise wollen wir uns vor allem mit der Theologie und Kunst beschäftigen, die wir in den orthodoxen Klosterkirchen von Humor, Moldovița, Sucevița und Voroneț kennen gelernt haben. Wie ist diese Kunst zu verstehen, die sich in dieser Grenzregion, wo sich östliches und westliches Christentum überschneiden, entwickelt hat? Der Abend soll unsere schönen Reiseerinnerungen auffrischen. Auch andere Interessierte sind herzlich eingeladen, diese Kulturlandschaft und insbesondere die orthodoxe Ikonographie kennen zu lernen.

Leitung
Zeit und Ort
Elisabeth Kaiser und Christoph Stein
19.30 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
GebührEintritt frei

Mittwoch, 16.10.2019

„Ex Machina – Leonardo da Vincis Maschinen zwischen Wissenschaft und Kunst“

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung im Schloss Hohen­tübingen  – in Kooperation mit der VHS Kayh

Zum 500. Todestag Leonardos präsentiert das Museum der Universität Tübingen eine Sonderausstellung mit knapp 50 Nachbauten der Maschinenentwürfe des „Universalgenies“:

Bildhauer, Maler, Architekt, Ingenieur, Mechaniker, Naturphilosoph und noch viele weitere Bezeichnungen verbindet man mit Leonardo da Vinci. Die Führung nimmt uns mit auf eine Reise durch seine Gedanken, Skizzen und Ideen. Sie lässt uns staunen über die Komplexität seiner Flugapparate, Hebevorrichtungen, Kriegsgeräte und weiterer Modelle. Wir erfahren mehr über den Mann hinter dem weltberühmten Gemälde „Mona Lisa“ und wie seine Ideen und Überlegungen uns heute noch beeinflussen.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung)
Dr. Ulrike Fritz (Führung)
Treffpunkt 13:35 Uhr Bahnhof Herrenberg, Steig 102 (Ammertalbahn)
Rückfahrt nach Vereinbarung
Gebühr 12,- € für Fahrt und Führung, Mitglieder  10,- €
Anmeldung bis Mi., 09.10.2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Freitag, 15.11.2019

„Mechthild von der Pfalz im Spiegel der Zeit“

Führung durch die Sonderausstellung im Sülchgau-Museum Rottenburg – in Kooperation mit der VHS Kayh

2019 jährt sich der Geburtstag von Mechthild von der Pfalz zum 600. Mal. Aus diesem Grund hat das Hauptstaatsarchiv eine kulturhistorische Ausstellung zusammengestellt, die an die Persönlichkeit und die biografischen Stationen dieser bemerkenswerten Fürstin erinnern soll. Mechthild von der Pfalz gilt als eine der bedeutendsten Frauengestalten in der Geschichte des deutschen Südwestens. Die Tochter des Kurfürsten Ludwig II. von der Pfalz war mit Graf Ludwig von Württemberg († 1450) und in zweiter Ehe mit Erzherzog   Albrecht VI. von Österreich († 1463), dem Bruder des Kaisers, verheiratet.

Als Mutter von Eberhard im Bart hatte Mechthild im Spannungsfeld zwischen Pfalz, Württemberg und Habsburg einen gewichtigen Einfluss. Vor allem aber besaß ihr sogenannter Musen­hof in Rottenburg eine großartige Ausstrahlung als Zentrum von Literatur und Kunst. Mechthild repräsentierte ihren Hof als gebildete Mäzenin und Muse.

Bis heute ist die Erinnerung an Mechthild lebendig geblieben; dies gilt besonders für ihr Wirken in Rottenburg. Daher wird die Ausstellung auch im dortigen Sülchgau-Museum gezeigt.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung)
Führung Peter Ehrmann, Stadtarchivar
Treffpunkt Sülchgau-Museum in der Zehntscheuer, Bahnhofstr. 16 Rottenburg,
14:50 Uhr, individuelle Anfahrt, Mitfahrgelegenheit kann vermittelt werden
Gebühr   8,00 € (Eintritt und Führung) 7,- € Mitglieder
Anmeldung bis Fr., 08.11.2019.bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Mittwoch, 20.11.2019

Königin Katharina von Württemberg

Vortrag von Sabine Thomsen –  in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Herrenberg („Brot und Rosen“)  und der VHS Kayh

Selten wurde um eine Königin so sehr getrauert wie um Katharina, die russische Großfürstin und Königin v. Württemberg. Vor 200 Jahren, im Januar 1819, ist sie völlig überraschend mit nur 31 Jahren verstorben.

Sie war eine bemerkenswerte Frau, deren unermüdliches Wirken für ihr Land und seine Menschen uns heute noch Respekt einflößt. Nur 3 Jahre waren ihr an der Seite ihres Gemahls, König Wilhelms I., beschieden, doch wie viele soziale Einrichtungen hat sie in dieser kurzen Zeit ins Leben gerufen! Bis heute ist Katharina deshalb im Lande nicht vergessen.

Zeit & Ort Festsaal Kayher Kelter, 20.00 Uhr
Gebühr 8,- € , für Mitglieder  6,- €
Anmeldung bei Frau Reinhardt erwünscht, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de
Mitfahrgelegenheiten können organisiert werden

Mittwoch, 27.11.2019

Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit

Besuch des Geschichtsortes Hotel Silber und der Stauffenberg-Ausstellung im Haus der Geschichte Stuttgart – in Kooperation mit der VHS Kayh

Das „Hotel Silber“ ist ein historischer Ort, ein Ort des organisierten NS-Terrors, aber vor allem ein Ort der Polizei. Die Dauerausstellung zeigt diese Geschichte der Kontinuitäten und Brüche und beschäftigt sich mit dem Selbstverständnis der Polizei  in Demokratie und Diktatur. Warum funktionierte der Übergang von der Weimarer Republik in die NS-Herrschaft nahezu reibungslos?

Das „Hotel Silber“ ist seit 2018 ein Ort historisch-politischer Bildung und der Begegnung. Es ist das Ergebnis eines Bürgerbeteiligungsprojekts, das demokratische Werte, Grund-und Menschenrechte vermitteln möchte.

Nach unserer Führung durch den Geschichtsort machen wir uns auf den Weg (ca. 20 Min.) zum „Haus der Geschichte“ und genehmigen uns dort zunächst eine Kaffeepause im Café „Tempus“.

Danach erwartet uns eine Führung durch die zum 75. Jahrestag des Hitler-Attentats neu konzipierte Ausstellung „Attentat. Stauffenberg“. Sie beschäftigt sich vor allem mit Graf Claus von Stauffenberg im Widerstand gegen das NS-Regime. Sein Weg dorthin wird nachgezeichnet und sein Wirken beim Umsturzversuch eingeordnet: der Wandel eines begeisterten Soldaten zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hin zum Widerstandskämpfer. Ein weiterer Aspekt des Ausstellungskonzepts ist das Thema Sippenhaft und die Frage danach, wie es den Angehörigen nach dem 20. Juli 1944 erging.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Treffpunkt Führungen vor Ort S-Bahnsteig Herrenberg 13:05,
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 15,- € für Fahrt und Führung, Mitglieder 13,- € 
Anmeldung bis Mi., 20.11.2019  bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Freitag, 17.01.2020

„Tiepolo – der beste Maler Venedigs“

Fahrt mit Führung durch die Sonderausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart – in Kooperation mit den VHS Jettingen und Kayh

»Der beste Maler Venedigs« – so wurde Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) von seinen Zeitgenossen gefeiert. In Venedig geboren, stieg er zu einem der bedeutendsten Künstler des 18. Jahrhunderts auf, der in Italien ebenso begehrt war wie in Würzburg und Madrid. Anlässlich seines 250. Todestages widmet die Staatsgalerie Stuttgart ihm eine große Ausstellung und präsentiert ihren hochrangigen Bestand im Kontext kostbarer internationaler Leihgaben aus Europa und Übersee. 

Erstmals im deutschsprachigen Raum eröffnet die Schau den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos und macht die Vielfalt seines Oeuvres anschaulich – von eleganten Gemälden zu Mythologie und Geschichte über dramatische religiöse Bilder bis zu Karikaturzeichnungen und Radierungen. 

Leitung Sabine Protschka (Begleitung), Andreas Pinczewski (Führung)
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:05, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 24,- € für Fahrt, Führung und Eintritt Mitglieder 20,- € 
Anmeldung bis Fr., 10.01.2019  bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Freitag, 07.02.2020

„Wo ist Afrika?“

Fahrt mit Führung durch die Neupräsentation der Afrika-Sammlungen des Lindenmuseums Stuttgart –  in Kooperation mit der VHS Kayh

Wo ist Afrika? fordert dazu auf, die Afrika-Sammlungen des Museums neu kennen zu lernen.

Ein großer Teil der Objekte aus Kamerun, dem Kongobecken, Mosambik, Nigeria und Tansania gelangte in der Kolonialzeit während des „Wettlaufs um Afrika“ Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Sammlungen. Oft wurden sie als „Trophäen“ auf blutige Weise erbeutet. Die Ausstellung konzentriert sich auf Beziehungen und Bewegungen, die die Objekte über die Zeit erfahren haben. Sie lotet aus, in welche Prozesse sie heute eingebunden sind und welchen Platz sie in der Zukunft vielleicht haben werden. Die Objekte haben Spuren in der Geschichte hinterlassen, doch sind ihr Wissen und ihre Lehren darin nicht immer vollends erkannt .Sie machen deutlich, wie wir bis heute in ein koloniales Denken verstrickt sind. So wollen sie zu einem Denken über eine globale Staatsbürgerschaft anregen, die auf einem „uns“ und „wir“ basiert. Die Ausstellung, die sich bemüht, die eurozentrische Perspektive aufzugeben, begrüßt die Besucher mit den Worten: „Du bist hier, also denk daran, das ist nicht Afrika.“ Damit rückt sie die kulturelle Kreativität in den Fokus und ermöglicht eine realistische Annäherung an die „afrikanische Kultur“ aus historischer und ästhetischer Sicht.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Treffpunkt Führung vor Ort S-Bahnsteig Herrenberg 13:35,
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 17,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 15,- € 
Anmeldung bis Fr., 31.01.2020  bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Dienstag,18.02.2020  

Wandelaltäre

Vortrag von Frau Dr. Elsbeth Wiemann – in Kooperation mit der „Spitalkirche – Ort der Begegnung“

Der Brauch, den Altartisch mit gemalten oder geschnitzten Aufsätzen zu schmücken, wird erst mit dem Ende des 14. Jahrhunderts verbindliche Konvention. Zur ständigen Kirchenausstattung gehörend, haben die nach deutschem Sprachgebrauch auch kurzerhand »Altäre« genannten Retabel jedoch keinerlei Funktion innerhalb der Liturgie. Wandelaltäre, die durch ein Flügelpaar oder mehrere Flügelpaare sowohl geschlossen wie geöffnet werden können, also entsprechend unterschiedliche Schauseiten bieten, stellen einen Sondertypus dieser Retabel dar. Ihr Verbreitungsgebiet ist im Wesentlichen auf die deutschen Gebiete, die Niederlande und das Baltikum beschränkt.

Anhand von exemplarischen Werken wird der Vortrag die Entwicklung des Flügelaltars von den Anfängen um 1300 bis hin zu ihrem Höhepunkt am Ende des 15. Jahrhunderts und zu Beginn des 16. Jahrhunderts vorstellen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem von Jerg Ratgeb für die Stiftskirche in Herrenberg geschaffenen, 1519 datierten Herrenberger Altar sowie dem Gothaer Tafelaltar, den der Herrenberger Maler Heinrich Füllmaurer um 1538 mutmaßlich im Auftrag von Herzog Ulrich ausführte. Dabei soll dargelegt werden, wie beide Künstler – auf jeweils unterschiedliche Weise – den spätgotischen Altartypus in direktem Bezug zur Aufstellungssituation innovativ weiterführten.

Zeit und Ort  19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr  6,- €, Mitglieder  5,- €  

Dienstag,10.03.2020

Christian Wagner als prophetischer Dichter für unsere Zeit

Vortrag von Dr. Axel Kuhn

Der Warmbronner Dichter Christian Wagner (1835 – 1918) hat mit seinen Büchern und Schriften ein bedeutendes literarisches Erbe hinterlassen. Seine freie Denkungsart, sein seelenvolles Naturverständnis, seine – für die Zeitgenossen nicht immer bequemen – ethischen Überzeugungen erweisen sich auch noch heutzutage als aktuell, in mancher Hinsicht sogar als visionär. Wagner setzte sich für eine friedvolle Zukunft ein, in der alle Menschen im Einklang mit der Natur und in Verantwortung für künftige Generationen leben. „Schonung alles Lebendigen“ ist das Grundprinzip im Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Dichters.

Der Referent war in seiner aktiven Berufszeit Hochschullehrer für neuere Geschichte in Stuttgart und ist Vorsitzender der Christian-Wagner-Gesellschaft in Leonberg-Warmbronn.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort 19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr Eintritt frei  

Vorschau

Donnerstag, 23.04.20,  –  Sonntag, 26.04.20

Auf Erkundungstour in Deutschlands Mitte – Teil 2:

Frankfurt am Main

Genau zwei Jahre nach unserer schönen Entdeckungsfahrt durch Nordhessen soll es im kommenden Frühjahr in den südlichen Teil Hessens gehen. Wir planen eine viertägige Fahrt  nach Frankfurt. Die Mainmetropole ist nicht nur die fünftgrößte Stadt Deutschlands und ein Banken-, Geschäfts- und Verkehrszentrum von Weltrang, sie hat auch kulturell mehr als genug zu bieten: eine beeindruckende Fülle großartiger Kunstmuseen  (besonders das Städel ), den Dom, in dem über 500 Jahre die deutschen Könige gewählt und seit 1562 auch zum Kaiser gekrönt wurden, sowie die Paulskirche, in der 1848 das erste frei gewählte deutsche Parlament tagte; vom Goethehaus und von Sachsenhausen mit seinen gemütlichen Ebbelwoi-Kneipen ganz zu schweigen. Dazu ein aktuelles hochinteressantes, aber heftig diskutiertes Bauprojekt: Zwischen Dom und Römer, dem Rathaus, sind mehr als ein Dutzend im Krieg zerstörte und durch nüchterne Zweckbauten ersetzte Altstadthäuser in weitgehend alten Formen wiedererstanden. Bilden wir uns doch ein eigenes Urteil über Frankfurts Neue Altstadt!

Auch diesmal wollen wir wieder den Bogen so weit spannen, wie wir es von früheren Reisen gewohnt sind. Geplant ist ein Ausflug in die Römerzeit: Etwa 30 km nördlich von Frankfurt liegt die Saalburg – dieses zu Beginn des 20. Jh.s wieder aufgebaute Römerkastell vermittelt wie kein anderes einen lebendigen Eindruck vom Leben an der Nordgrenze des Römischen Reiches. Ein Besuch in Darmstadt, das viele Jahrhunderte lang neben Kassel die zweite Hauptstadt Hessens, und zwar des südlichen Teiles, war, soll unsere Reise beschließen: In den Jahren ab 1899 schufen hier Maler und Architekten mit dem UNESCO-Weltkulturerbe Mathildenhöhe eines der schönsten und bedeutendsten Zentren des Jugendstils weltweit.

Gleichzeitig bietet die Reise eine wunderbare Gelegenheit, an das Leben und das Werk Jerg Ratgebs zu erinnern. Auf dem Weg nach Frankfurt wollen wir in Schwaigern bei Heilbronn in der dortigen Stadtkirche den Barbara-Altar, ein Frühwerk des Malers, besichtigen. In Frankfurt selbst erwarten uns im Karmeliter-Kloster Ratgebs  meisterliche Fresken, die er in seiner Frank­furter Zeit malte, bevor er dann 1517 in Herrenberg mit der Neugestaltung des Hochaltars im Chorraum beauftragt wurde. Wie schon bei unserer ersten Hessenreise heißt es also auch diesmal zum Schluss
An  Hessen führt kein Weg vorbei!

Die Anmeldung zu der Reise kann erst mit der Ausschreibung im neuen Programmheft Anfang Januar 2020 erfolgen.


Frühjahr und Sommer 2019

Zwei Veranstaltungen beschäftigen sich schon im Vorfeld mit den zwei großen Unternehmungen dieses Jahres: Der Vortrag von Dr. Trümper über die Schätze im  Museum von Schloss Friedenstein weist auf den ersten Teil der Reise nach Gotha und Leipzig hin. Der Rumänienabend will in die Geschichte und Kultur Siebenbürgens und der Region Moldau einführen und damit Informationen über die große Reise im September geben.

Weitere Vorträge  knüpfen an Jubiläen  des Jahres 2018 an: „Königin Katharina“ erinnert an  unseren Ausflug zu „200 Jahre Hohenheim“,  der 100. Jahrestag von 1918 macht Vortrag und Besuch der Ausstellung über  „Die Anfänge der Demokratie im Südwesten 1918 bis 1924“ sinnvoll.

Im Ausstellungsangebot dürfen wir darüber hinaus noch einen großen Bogen spannen: von der griechischen Antike und anderen Highlights in Karlsruhe über einen Besuch im Literaturmuseum in Marbach zu den Klassikern der modernen Malerei in der Staatsgalerie.

Auf der Exkursion nach Pfullingen wird uns ganz exemplarisch die Vielfalt einer schwäbischen Kleinstadt in Erstaunen versetzen. Im Herbst 2019 und im folgenden Frühjahr wird uns Jerg Ratgeb beschäftigen, der von 1519 bis 1521 im Refektorium der Brüder vom Gemeinsamen Leben den „Herrenberger Altar“ malte.


Dienstag, 15. 01. 2019

Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924

Vorbereitender Vortrag von Dr. Christopher Dowe zum Thema der Großen Landesausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg – in Kooperation mit der VHS Kayh

Mit einer Großen Landesausstellung zeigt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg vom 30. September 2018 bis zum 11. August 2019, zu welch großen Umwälzungen es vor hundert Jahren kam. 1918 war nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg das Vertrauen in die alte soziale und politische Ordnung zerstört. Der Vortrag zeigt auf, wie nach dem Ende des Kaiserreichs aus der Revolution die erste Demokratie in Baden und Württemberg entstand, die um das Vertrauen der Bürger und Bürgerinnen warb. Der Referent ist einer der beiden Kuratoren der Ausstellung und wird auch die Führung im Haus der Geschichte am 22.01.2019 übernehmen

Zeit19.00 Uhr
Ort Gewölbekeller des Klosterhofs, Bronngasse 13,
Eingang vom unteren Hof
Gebühr 6,- €, Mitglieder 5,-    

Dienstag, 22. 01. 2019

Vertrauensfragen. Der Anfang der Demokratie im Südwesten 1918-1924

Fahrt mit Kuratorenführung – in Kooperation mit der VHS Kayh

Unsere Führung durch die Große Landesausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg führt uns vor Augen, wie nach dem Ende des Kaiserreichs aus der Revolution die erste Demokratie im Südwesten entstand. Historische Objekte mit ihren Geschichten veranschaulichen, wie das Vertrauen in politische Institutionen, in den Sozialstaat, in die neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung entstand und schwand, wer Miss­­­trauen säte, wer Vertrauen fasste und wer enttäuscht wurde.

LeitungElisabeth Kaiser (Begleitung) Dr. Christopher Dowe (Führung)
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:35,
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 12,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 10,- € 
Anmeldung bis Di., 15.01.2019  bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Mittwoch, 20. 02. 2019

Reise nach Rumänien vom 16.09. bis 25.09.2019

Informationsabend

Der Abend dient nicht nur der Information über den genauen Reiseverlauf und  alles, was Fahrt, Unterkunft, Verpflegung und Kosten betrifft. Wir möchten Sie in Wort und Bild mit zwei Regionen im heutigen Rumänien ein wenig vertraut machen: Siebenbürgen im transsilvanischen Hochland, eine fruchtbare, leicht hügelige Landschaft, die fast ganz vom Karpatenbogen umfangen wird, und die Region Moldau jenseits der bis zu 2300 m hohen Ostkarpaten. Beide Regionen unterscheiden sich in ihrer historischen Entwicklung, ihrer Kunst und Kultur deutlich voneinander. Am Ort der Veranstaltung, dem evangelischen Gemeindehaus, machen wir auch bewusst, dass  dank der langjährigen Partnerschaft mit der evangelischen Kirchengemeinde Mediasch viele persönliche Kontakte und Erfahrungen möglich sind, die weit mehr bedeuten als die Vermittlung von touristischen Highlights.

LeitungElisabeth Kaiser, Christoph Stein
Zeit 19.00 Uhr
Ort Evangelisches Gemeindehaus,
Erhardtstraße 4,  Herrenberg
GebührEintritt frei

Mittwoch, 27. 02. 2019

„Thomas Mann in Amerika“

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung im Literaturmuseum der Moderne in Marbach – in Kooperation mit der VHS Kayh

Im Sommer letzten Jahres wurde die Mann-Villa in Pacific Palisades, einem Vorort von Los Angeles, nach zweijähriger Renovierungszeit als Ort des transatlantischen Dialogs von Bundespräsident Steinmeier eingeweiht. Die Manns lebten dort von 1942-1952 im kalifornischen Exil. Das LiMo rückt nun diese Zeit des Schaffens von Thomas Mann in den Fokus.

Als das nationalsozialistische Deutschland das alte Europa ins Chaos stürzte, wurde die »Neue Welt« Thomas Manns Heimat. Hier entstanden zentrale Werke wie der »Doktor Faustus«, von hier aus wandte er sich via Rundfunk an die »Deutschen Hörer«. Seine Villa in Los Angeles galt als das »Weiße Haus des Exils«, er selbst wurde zum »Schutzherrn des Stammes der Schriftsteller« (L. Marcuse). Die Ausstellung fragt nach den Folgen, die das amerikanische Exil für Thomas Mann hatte. Sie zeigt einen Schriftsteller, der für die Demokratie kämpfte, der sich für Frieden und Humanität einsetzte – und der in der Krise zu einer neuen, politischen Poetik fand.

LeitungDorothea Hünemörder (Begleitung), Führung vor Ort
OrtS-Bahnsteig Herrenberg 13.05 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 18,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder  16,- €
Anmeldung bis Mi., 20.02.2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Dienstag, 12. 03. 2019

Der Gothaer Tafelaltar und die Gothaer Kunstsammlungen

Vortrag von Dr. Timo Trümper, Direktor Wissenschaft und Sammlungen, Stiftung Schloss Friedenstein, Gotha

Der Gothaer Tafelaltar darf als bildreichstes Kunstwerk der altdeutschen Malerei gelten. Dennoch wurde ihm lange Zeit nicht die Aufmerksamkeit zuteil, die ihm eigentlich gebührt. Geschaffen unter anderem durch den Herrenberger Maler Heinrich Füllmaurer für das Württemberger Herzogshaus, steht der Altar in den Sammlungen von Schloss Friedenstein im Zusammenhang mit anderen Höhepunkten protestantischer Kunst. Neben einer Analyse des Gothaer Altars wird der Vortrag die Spezifika der fürstlichen Sammlungen von Schloss Friedenstein vorstellen und damit auch einen Ausblick auf die Studienreise im Mai geben. 

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort 19.00 Uhr, Gewölbekeller des Klosterhofs, Bronngasse 13,
Eingang vom unteren Hof
Gebühr Eintritt frei  

Mittwoch, 13. 03. 2019

Königin Katharina von Württemberg

Vortrag von Sabine Thomsen –  in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Herrenberg („Brot und Rosen“)  und der VHS Kayh

Selten wurde um eine Königin so sehr getrauert wie um Katharina, die russische Großfürstin und Königin v. Württemberg. Vor 200 Jahren, im Januar 1819, ist sie völlig überraschend mit nur 31 Jahren verstorben.

Sie war eine bemerkenswerte Frau, deren unermüdliches Wirken für ihr Land und seine Menschen uns heute noch Respekt einflößt. Nur 3 Jahre waren ihr an der Seite ihres Gemahls, Königs Wilhelms I., beschieden, doch wie viele soziale Einrichtungen hat sie in dieser kurzen Zeit ins Leben gerufen! Bis heute ist Katharina deshalb im Lande nicht vergessen.

Zeit und Ort Festsaal Kayher Kelter, 20.00 Uhr
Gebühr 8,- € , für Mitglieder 6,- €
Anmeldung bei Frau Reinhardt erwünscht, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de
Mitfahrgelegenheiten können organisiert werden

Mittwoch, 20. 03. 2019

 „Mykene – Die sagenhafte Welt des Agamemnon“ und andere Highlights in Karlsruhe

Museumstag – in Kooperation mit der VHS Kayh

Am Vormittag besuchen wir das Badische Landesmuseum, das der mykenischen Kultur eine Sonderausstellung widmet. Die mykenische Kultur ist die erste Hochkultur auf dem Europäischen Festland. Ihre Blüte erlebte sie zwischen 1600 und 1200 vor Christus. Als im November 1876 Heinrich Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon entdeckte und die zahlreichen Goldschätze aus den Gräbern barg, bekam die prähistorische Kultur ein Gesicht und einen Namen. Nach ihrem Fundort wurde sie „mykenisch“ genannt und die Darstellungen mit den sagenhaften Königen aus Homers Epen gleichgesetzt. Die Ausstellung präsentiert 400 Leihgaben aus griechischen Museen, darunter viele, die zum ersten Mal außerhalb Griechenlands gezeigt werden. Ein Glanzlicht: Funde aus dem „Grab des Greifenkriegers“, erst 2015 in der Nähe des „Palasts des Nestor“ in Pylos entdeckt.

Nach der Führung im Karlsruher Schloss und einer Mittagspause bieten sich interessante Möglichkeiten für individuelle und organisierte Aktivitäten je nach Vorliebe:

1. Badisches Landesmuseum: Gang durch die übrige Antikenabteilung, besonders zu den herausragenden römischen Denkmälern 

2. Staatliche Majolika Keramik Manufaktur: Besuch der Galerie im Schlosspark   

3. Staatliche Kunsthalle, Dauerausstellung (wenige Gehminuten vom Schloss entfernt): Besichtigung der Bildschätze der badischen Fürsten, die nun nach den Verlusten in der Nazizeit wieder vervollständigt werden konnten.

4. Staatliche Kunsthalle: Führung durch die Sonderausstellung „Licht und Leinwand“ 

Die Ausstellung erzählt anhand von 240 Exponaten die wechselvolle Geschichte von Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert, nachdem die Geburtsstunde der Fotografie 1839 die internationale Bildwelt fasziniert und gleichzeitig erschüttert hat. Schrittweise entwickelte sich ein neues Verständnis von Wahrheit und Wirklichkeit im Bild, das zwischen der ideellen Überhöhung und dem reinen Dokumentieren unterschied. Für die Ausstellung wurden bislang kaum oder nie gezeigte Gemäldebestände aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts restauriert (Spitzweg, Corinth, Slevogt u.a.). Ihnen stehen Fotografien bedeutender Fotografen aus derselben Zeit gegenüber.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie an einer Führung durch diese Ausstellung teilnehmen möchten.

LeitungDorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser und Volker Bäume,
Führungen vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 08.00 Uhr, Rückkehr 19.44 Uhr
Gebühr 32,- €, Mitglieder 25,- € (Fahrt, Eintritt, Führung im Landesmuseum)
bei mindestens 20 Teilnehmern;
42,- €, bei zusätzlichem Besuch der Ausstellung in der Kunsthalle
(Eintritt + Führung/Audioguide) Mitglieder 35,- €
Anmeldung Verbindlich bis Fr., 01.03. 2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de
Nach diesem Termin ist eine kostenlose Stornierung
nicht mehr möglich!    

Mittwoch, 17. 04. 2019

 „Baselitz – Richter – Polke – Kiefer“

  Die jungen Jahre der Alten Meister

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart – in Kooperation mit der VHS Kayh

Gemeinsam mit Götz Adriani bereitet die Staatsgalerie Stuttgart in Kooperation mit den Deichtorhallen in Hamburg eine Ausstellung zum Frühwerk von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer vor. Rund 80 bis 100 frühe Hauptwerke werden die spektakulären 1960er-Jahre in den Fokus nehmen. In diesem Zeitraum haben alle vier Künstler mit ihrem kreativen und produktiven Frühwerk die Grundlage für ihren Erfolg gelegt, der sie in Deutschland wie auch im Ausland zu den bedeutendsten Künstlern der Nachkriegszeit machte. Das internationale Interesse an dem Gütezeichen »Made in Germany«, das gepaart mit einer enormen Nachfrage bis heute unvermindert anhält, versteht sich keineswegs von selbst, denn die Kunst deutscher Herkunft stand im Laufe ihrer Entwicklung meist im Schatten italienischer, niederländischer oder französischer Vorbilder. Dieses Schattendasein auf dem europäischen Kunstparkett verkehrte sich geradezu in sein Gegenteil, als sich das Künstlerquartett aus Deutschland anschickte, an die Spitze des globalen Rankings aufzusteigen.

Abgesehen von Sigmar Polke, der 2010 verstorben ist, unterstützen Richter, Baselitz und Kiefer mit singulären Leihgaben aus ihrem Besitz die Ausstellung. Die intensive Auseinandersetzung der vier Künstler mit ihrer Zeit und deren unmittelbaren Vergangenheit wird in der Schau durch ein Zeitpanorama der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse ergänzt:  vom Wirtschaftswunder und dem geforderten „Wohlstand für alle“  bis zu den Studentenunruhen und der außerparlamentarischen Opposition.

LeitungDorothea Hünemörder (Begleitung)
Andreas Pinczewski, Kunsthistoriker (Führung)
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13.05 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 25,- € (Fahrt, Eintritt, Führung und Kopfhörer), Mitglieder  22,- €
Anmeldung bis Mo., 08.04.2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Studienreise:  Mittwoch,  08. Mai bis Sonntag, 12. Mai 2019

Gotha und Leipzig : Kunst , Musik und Geschichte

Mittwoch, 8.5.

7.00 Uhr Abfahrt Herrenberg Hallenbad – Fahrt nach Gotha: Hotelbezug und Mittagspause; Führung durch das „Barocke Universum“ Schloss Friedenstein  (Repräsentationsräume, Ekhof-Theater, Bibliothek), geführter Stadtrundgang, Abendessen im Hotel. Hotel am Schlosspark

Donnerstag, 9.5.

Vormittags Führung durch die großartigen Sammlungen des Herzoglichen Museums (u.a. Gothaer Altar); Gelegenheit zum Mittagessen, danach Fahrt nach Leipzig über Lützen (Besich­tigung der Gustav-Adolf-Gedenkstätte). In Leipzig: Hotelbezug (Mercure am Johannisplatz), Spaziergang in die Innenstadt mit Abendessen in „Auerbachs Keller“

Freitag, 10.5.

Vormittags geführter Stadtrundgang (mit Thomaskirche, Nikolai­kirche, Marktplatz und Rathaus, Passagen, Universitäts­kirche/Paulinum und Augustusplatz), Auffahrt auf den MDR-Tower mit herrlichem Leipzig-Panorama, Gelegenheit zum Mittagessen, nachmittags Freizeit (z.B. Bummeln, Besuch des neuen Museums  der Bildenden Künste oder des Bachmuseums). 18 Uhr Motette mit den Thomanern in der Thomaskirche, danach Abendessen im benachbarten „Thüringer Hof“

Samstag, 11.5.

Vormittags Fahrt mit dem Bus zur Russischen Kirche (Innen­besichtigung) und zum Völkerschlachtdenkmal (Spaziergang und Innenbesichtigung), von dort zum Schillerhaus in L-Gohlis (Innenbesichtigung), Gelegenheit zum Mittagessen in Gohlis in einer traditionellen Gosenschenke, danach Zeit zur freien Verfügung bis 17 Uhr: Orgelkonzert im Gewandhaus zum 103. Todestag von Max Reger mit Musik von Bach und Reger. Abendessen in der „Alten Nikolaischule“

Sonntag, 12.5.

10.00 Uhr Spaziergang vom Hotel zum Mendelssohn-Haus (Besichtigung und Kammerkonzert), 12.30 Uhr Rückfahrt nach Herrenberg mit Mittagsrast an der Autobahn bei Weißenfels, Ankunft in Herrenberg gegen 20.00 Uhr

Leitung Volker Bäume, Elisabeth Kaiser
GebührGebühr: 510,- € (Nichtmitglieder 550,- €) pro Person im Doppelzimmer;
Einzelzimmerzuschlag 120,- €
LeistungBusfahrt (Firma Däuble),
Übernachtung mit Halbpension vom 08.-09.05.
in Gotha, Hotel am Schlosspark,
Lindenauallee 20, 99867 Gotha,
Tel. 03621-442-0 (Abendessen dort),

vom 9. – 12.5. im „Mercure Hotel Leipzig am Johannisplatz“,
Stephanstr. 6, 04103 Leipzig,
Tel.0341-9779-0 (Abendessen in Restaurants der Stadt s.o.);
Eintritte, Führungen und Konzerte
Anmeldungab 04.01.2019  bei Frau Reinhardt schriftlich:
Hildrizhauser Straße 1, 71083 Herrenberg,
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de (zur Info: Tel. 508855)

Donnerstag, 27. 06. 2019

Pfullingen – Stadt am grünen Band der Echaz

Stadtspaziergang – in Kooperation mit der VHS Kayh

„Pro Einwohner ein Baum“ – so hieß der Leitsatz der Pfullinger Stadtsanierung, die sich ab den 1980er Jahren über mehrere Jahrzehnte erstreckte und der Stadt zahlreiche Bundes- und Landespreise einbrachte. Historische Bauzeugnisse wurden erhalten und die Wasserkanäle des Flüsschens Echaz bewahrt. Sie bilden einen durchgehenden Grünzug durch die Innenstadt, der alle öffentlichen Einrichtungen umschließt.

Unser Stadtspaziergang beginnt an den „Pfullinger Hallen“, die uns gleich mit zwei die Stadt prägenden Persönlichkeiten bekannt machen: mit dem Stuttgarter Architekten Theodor Fischer und dem Pfullinger Papierfabrikanten und Mäzen Louis Laiblin. Laiblin ließ sie anfangs des 20. Jahrhunderts als „Volks- und Gesellschaftshaus“ mit Konzertsaal und Turnhalle von Fischer erbauen und stiftete sie der Stadt. Sie gelten als Gesamtkunstwerk und wichtiges Zeugnis des Kunstschaffens um die Wende ins 20. Jahrhundert. Die Wandmalereien im Inneren wurden von Meisterschülern Adolf Hölzels ausgeführt. Unser Weg führt uns weiter zur „Villa Laiblin“, dem repräsentativen Wohnhaus der Fabrikantenfamilie aus dem Jahr 1873, 1927 der Stadt vererbt. Heute befindet sich dort eine Dokumentationsstätte zur Geschichte der Laiblins. Unser nächstes Ziel führt uns zurück in die Zeit um 1300, die Entstehungszeit des Klarissenklosters, dessen noch erhaltene Klosterkirche einmalige frühgotische Freskomalereien zeigt und heute Konzertsaal  und Ausstellungsort ist mit Informationen zur Klostergeschichte. Im Klostergarten kann das original erhaltene Sprechgitter des Klosters besichtigt werden, einzigartig in Europa. Weiter geht es zum „Schlössle“, einem um 1450 erbauten alemannischen Fachwerkbau, der heute das Stadtgeschichtliche Museum beherbergt. Vorbei an der idyllisch gelegenen „Baumannschen Mühle“ und dem von Herzog Christoph im Renaissancestil erbauten Schloss setzen wir unseren Stadtspaziergang fort, der schließlich im historischen Stadtkern mit einer kleinen Kaffeepause endet.

LeitungDorothea Hünemörder (Begleitung),
Stefan Spiller, Stadtarchivar (Führung)
Treffpunkt Bhf. Herrenberg, Bahnsteig 102 (Ammertalbahn) 12:35
Dauer der Führung: 2 ½ Stunden, Rückkehr 19.11 Uhr
Gebühr 16,00 € (Fahrt und Stadtführung) bei mindestens 15 Teilnehmern,
14,00 € Mitglieder
Anmeldung bis Mo., 17.06.2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Montag, 16.09. bis Mittwoch, 25.09.2019

10-tägige Studienreise nach Rumänien 

 Ausflüge in Siebenbürgen und in der Region Moldau/Bukowina in Kooperation mit der Ev. Kirchengemeinde Herrenberg

Montag, 16.09.

Flug von Stuttgart nach Sibiu/Hermannstadt. Empfang durch die örtliche Reiseleitung und Weiterreise im Bus in Richtung Brașov/ Kronstadt. Es geht entlang der Fogarascher Berge und des Alts nach Kerz/Cârța, Ort der östlichsten Zisterzienserabtei Europas. Danach fahren wir ins Burzenland bis nach Brașov/  Kronstadt, wo wir ins Hotel einchecken. Gemeinsames  Abendessen in der Altstadt

Dienstag, 17.09.  Kronstadt/ Brașov  und Umgebung

Ausflug in die Bergregion bei Kronstadt/Brașov: Besuch des Bärenreservats Libearty in Zărnești am Morgen. Hier sind misshandelte Bären untergebracht, die ihr ganzes Leben im Zirkus oder als Tanzbären eingesetzt wurden. Danach Fahrt nach Wolkendorf/Vulcan, Begegnung mit Pfarrer Uwe Seidner, der uns über die Herausforderungen einer kleinen evangelischen Kirchengemeinde mit viel Humor erzählt. Die Gemeinde kocht für uns. Rückfahrt nach Kronstadt. Hier erkunden wir die siebenbürgisch-sächsische Altstadt, das mit  Hermannstadt  auf lange Zeit bedeutendste Handwerker- und Handelszentrum Südtranssilvaniens. Unter anderem sehen wir die Schwarze Kirche, die Synagoge und die Zunft- und Bürgerhäuser in den prächtigen Gassen um den Marktplatz.

Mittwoch, 18.09. Durch die Karpaten bis in die „Moldau“

Das Szeklerland ist ein kompaktes Siedlungsgebiet der ungarischen Minderheit in den Ostkarpaten, die hier ungefähr 90% der Bevölkerung darstellt. Bei einem Stopp können wir auch den Kürtocs-Kalacs probieren, den ungarischen Baumkuchen. Über die ungarischen Städte „Szeklermarkt“ und „Niklasmarkt“fahren wir weiter und machen einen Stopp am Roten See  (Mördersee genannt) und sehen auch die spektakuläre Bicaz Klamm. Damit sind wir in der Region Moldau in einem ganz anderen historischen Gebiet, geprägt von der orthodoxen rumänischen Bevölkerung. Wir besichtigen heute noch das Kloster Voroneț, eines der berühmten Moldauklöster mit ihren wunderbarenFresken außen und innen. Hier sehen wir eine riesige Darstellung des Jüngsten Gerichts („die Sixtinische Kapelle des Ostens“).  Weiterfahrt nach Gura Humorului. Hotelbezug und gemeinsames Abendessen.

Donnerstag, 19.09. Die Moldauklöster

In Moldovițaerläutert die NonneTatjanaausführlich die Ikonographie der Klöster des 15.-16.Jh.s und zeigt uns, wie die Bibel in den Darstellungen auf den Außenwänden ihren Niederschlag gefunden hat. In Vama führt uns eine Eiermalerin die Kunst des Eiermalens vor, die hier sehr verbreitet und von Ort zu Ort unterschiedlich ist. Gemeinsames Mittagessen in Vama. Das Kloster Humor ist die Stiftung eines Bojaren, darum ist die Kirche turmlos. Als letztes bewundern wir noch Sucevița, das Kloster mit der imposanten Leiter der Tugenden. Rückfahrt nach Gura Humorului und freier Abend.

Freitag, 20.09. Zurück nach Siebenbürgen

Über zwei Karpatenpässe erreichen wir das Nösnerland. In Bistritz/Bistrița, der drittbedeutendsten Stadt der Siebenbürger Sachsen nach Hermannstadt und Kronstadt, laden viele Straßencafés zur Pause ein. Auf einem Spaziergang besuchen wir die eindrucksvolle Evangelische Kirche mit ihrem hohen Turm. Die Fahrt geht weiter über Neumarkt/Targo Mures, dem Zentrum der ungarischen Kultur in Siebenbürgen, nach Schäßburg/ Sighisoara. Führungdurch eine der schönsten mittelalterlichen Städte des Landes und Welterbe der UNESCO. Verwinkelte Gassen und reizende Plätze, gesäumt von bunt gestrichenen Häusern und kleinen Läden, bestimmen das Bild der auf einem Hügel gelegenen Altstadt, wo wir auch übernachten und zu Abend essen.

Samstag, 21.09.  Hetzeldorf und Mediasch

Am Morgen ist Hetzeldorf unser Ziel, ein Ort mit einer besonders schönen spätgotischen Kirche. Vor allem besuchen wir das Altersheim des Evang. Diakonievereins, das auch seit langem von der Kirchengemeinde Herrenberg unterstützt wird. Im benachbarten Birthälm/Biertan besichtigen  wir eine der berühmten Kirchenburgen Siebenbürgens,  früher der Bischofsitz der Evangelischen Kirche Siebenbürgen. In und um Mediasch sind weitere Unternehmungen im Zusammenhang mit der lokalen Kirchengemeinde geplant, z.B. gemeinsamer Grillabend im Hof der Kirchenburg. Übernachtung im Gemeindehaus der Ev.  Kirchengemeinde Mediasch.

Sonntag, 22.09. Mediasch

Zusammen mit der Ev. Kirchengemeinde Mediasch feiern wir Gottesdienst in der schönen gotischen Margarethenkirche, durch die uns Pfarrer Servatius-Depner führt. Anschließend gibt es Zeit für unterschiedliche Aktivitäten im Raum Mediasch.

Montag, 23.09. Durch das Harbachtal nach Hermannstadt

Die größte Siedlung im Harbachtal ist Agnäthel/Agnita. Wir schauen uns den Ort kurz an, in dem auch Herrenberger ihre Wuzeln haben. In Alzen/Alțâna treffen wir Ștefan Vaida, einen jungen Restaurator. Er zeigt uns sein kleines privates interethnisches Museum, das er selbst gegründet hat. Durch sein Handeln bemüht er sich, die traditionelle Bau- und Handwerkssubstanz der Region zu retten. Die Exponate seiner Ausstellung zeigen uns die Kultur der Rumänen, Siebenbürger Sachsen, Ungarn sowie Sinti und Roma. Zu Mittag essen wir im Hof des Museums. Am Nachmittag kommen wir in Hermannstadt an. Zeit zur freien Verfügung.

Dienstag, 24.09.  Hermannstadt und Umgebung

„Eine grosse statt nit viel kleiner dann Wien…“ schrieb 1550 der Basler Humanist Sebastian Münster über Hermannstadt/Sibiu. Und noch 1918 schwärmte Kurt Tucholsky „Hermannstadt ist entzückend…“. Die von noblen Bauwerken geprägte Altstadt wird auch Sie verzaubern. Deutsche Siedler gaben der Region einen eigenständigen Charakter, ihre Bauwerke prägen noch heute das Bild vieler Städte und Dörfer. Wir unternehmen einen etwa dreistündigen Stadtrundgang und besuchen die Redaktion der Hermannstädter Zeitung. Mittag zur freien Verfügung.

Um 15 Uhr Abfahrt nach Heltau/Cisnădie, Besichtigung der Kirchenburg mit ihren interessanten Kirchenschätzen. Anschließend geht es weiter nach Michelsberg/Cisnădioara. Bei gutem Wetter können wir noch eine kleine Wanderung hinauf zur romanischen Basilika machen. Am Abend sind wir zu Gast bei Familie Henning, einer „sächsischen“ Familie, die sich gegen die Auswanderung entschieden hat. Beim Essen mit typischen  Gerichten mit Zutaten aus der eigenen Landwirtschaft, nicht zuletzt beim Wein und selbstgebranntem Schnaps, erfahren wir viel von der Geschichte des Landes, die Herr Henning intensiv miterlebt hat und die er sehr bewegend schildern kann. Anschließend Rückfahrt nach Hermannstadt.

Mittwoch, 25.09. Transfer zum Flughafen und Heimflug.

LeitungElisabeth Kaiser, Christoph Stein, Catalin Mureșan
(www.siebenburgenreisen.com)
Gebühr900,00 € pro Person im Doppelzimmer ab 20 Personen
+ 370,00 € Flugkosten (leider 2019 sehr erhöht),
Einzelzimmerzuschlag 195,00 €
LeistungS-Bahnfahrt Flughafen Stuttgart,
Hin- und Rückflug mit Austrian Airlines Stuttgart,
Zwischenstopp Wien-Sibiu/Hermannstadt; 
in Rumänien Fahrt mit modernem Großraumreisebus;

9 Übernachtungen mit Frühstück 
2x in Kronstadt, 2x in Gura Humorului, 1x in Schässburg,
2x in Mediasch, 2x in Hermannstadt in guten 3* und 4* Hotels,
im Gemeindehaus und im Deutschen Forum Mediasch;

Halbpension (eine 3-gängige Mahlzeit, außer am 22.9.);
alle Eintritte und Führungen (deutschsprachig)
Anmeldungab 04.01. bis zum 28.2.2019 schriftlich bei Frau Reinhardt,
Hildrizhauser Str. 1, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de; 
Weitere Informationen nach der schriftlichen Anmeldung!