PROGRAMM

Frühjahr / Sommer 2022

In den vergangenen Wochen haben wir wie immer in dieser Zeit versucht, die Ideen für das neue Programm zu konkreten Vorschlägen für Veranstaltungen zu machen. Leider sind  der Verwirklichung durch die Pandemie erneut Grenzen gesetzt, die hoffentlich auch wieder überwunden werden können. Auf einige organisatorische Dinge soll an dieser Stelle schon hingewiesen werden. Bitte informieren Sie sich vor jeder Veranstaltung, ob sie stattfinden kann und welche Corona-Regeln zu beachten sind. Bei Ihrer Anmeldung (telefonisch oder schriftlich) geben Sie bitte auch Ihre Telefonnummer an, damit wir Sie bei Absagen schnell erreichen können. Hinsichtlich der für das Frühjahr neu geplanten Frankfurt-Reise haben wir beschlossen, diese erst im Herbst stattfinden zu lassen. Wie schon bei der letzten Mitgliederversammlung angekündigt, finden bei der nächsten Mitgliederversammlung (25.4.2022) Neuwahlen statt. Bei mehreren Mitgliedern des Vorstands besteht der Wunsch,  nicht mehr zu kandidieren. Wir würden uns sehr freuen, neue Interessenten in den Kreis des Vorstands aufnehmen zu können. Zu guter Letzt noch eine Werbung für die Edition von Heinrich Schickhardts Tagebuch seiner Studienreise nach Italien. Das vom Kulturkreis 1986 herausgegebene Buch enthält drei Teile: das Faksimile der Erstausgabe von 1600, dann den Faksimiledruck der 1902 herausgegebenen Fassung mit zusätzlich allen Handzeichnungen des Baumeisters und  die Übersetzung ins Französische von 1986. Die im Stadtarchiv aufbewahrten Exemplare sind Unikate, da man sie nicht mehr im Buchhandel erwerben kann. Falls Sie Interesse haben, ein Buch gegen eine kleine Spende zu erwerben, informieren Sie uns bitte.

Mittwoch, 19.01.2022

 „Tränen des Künstlers“: Friedensreich Hundertwasser und die Einflüsse der jüdischen Herkunft auf sein Werk

Vortrag von Dr. J. Hahn – in Kooperation mit der VHS Kayh und der Evang. Erwachsenenbildung Herrenberg 

Tränen gehören als feste Symbole zum Werk Friedensreich Hundertwassers (1928-2000). Seine Persönlichkeit ist geprägt von den Kindheitserfahrungen im nationalsozialistischen Öster­reich. Die Mutter des als Friedrich Stowasser 1928 in Wien geborenen Künstlers war Jüdin. Nicht nur Hundertwassers Großmutter und Tante, mit denen er und seine Mutter nach der Zwangsübersiedlung in einer Wohnung gelebt hatten, wurden „abgeholt“ und im Konzentrationslager umge­bracht. Mehr als 80 weitere Verwandte fielen der Naziherrschaft zum Opfer. „Ich habe das Gefühl, als ob all die ermordeten Menschen aus der Familie meiner Mutter mich dazu ausersehen und beauftragt haben, etwas Bedeutendes zu tun, das so stark und groß (stärker und größer) sein soll als das, was sie alle hätten zusammen tun können, würden sie noch leben“ (Hundertwasser 1979).

Der Referent ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Alemannia Judaica“. Er hat zahlreiche Publikationen zur jüdischen Geschichte in Baden-Württemberg erstellt.

Zeit und Ort20.00 Uhr, Kelter Kayh, Festsaal
Gebühr8,- € (Nichtmitglieder  10,- €)
Anmeldungbis Mittwoch, 12.01.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de

Donnerstag, 03.02.2022

Ahnenforschung – die faszinierende Reise in die Geschichte Ihrer Familie

Vortrag von Julia Henke  – in Zusammenarbeit mit der Evang. Erwachsenenbildung Herrenberg

Ahnenforschung ist schon lange kein verstaubtes Hobby mehr, sondern bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte jeder Familie. Die Juristin Julia Henke lässt diese Leidenschaft schon seit zwanzig Jahren nicht mehr los. Sie betreibt mittlerweile sogar einen Blog zur Ahnenforschung. Wie Sie anfangen können, Ihre Familiengeschichte zu erforschen, warum Sie mehr über Ihre Ahnen wissen sollten, und vom Glück, die Orte, an denen die Vorfahren lebten, zu erkunden, erfahren Sie an diesem Abend.

Im Anschluss kann auch das Ortsfamilienbuch Herrenberg, das vom Verein für Familienforschung im Herbst herausgegeben wurde, erworben werden.

Zeit und Ort19.30 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
GebührSpende
Anmeldungmit Namen und Telefonnummer bei Evang. Erwachsenenbildung
E-Mail: eb.herrenberg@elkw.de

Donnerstag, 17.02.2022

 „GeschmacksSache – Vorbildliches Design um 1900“

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung im Landesmuseum Württemberg und zum Haus der Wirtschaft – in Kooperation mit der VHS Kayh

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Was ist guter Geschmack? Dieser Frage geht das Landesmuseum Württem­berg zum 125. Geburtstag des „Landesgewerbemuseums“ – heute Haus der Wirtschaft – in einer Sonderausstellung nach. Im Zentrum steht das Anliegen der Geschmacksbildung, die Geschichte des Ringens um die gute Form, von der nicht zuletzt der Erfolg der heimischen Wirtschaft abhing. Ausgestellt werden auch Objekte aus der “Sammlung der Geschmacks­verirrungen“ von Gustav Pazaurek, dem langjährigen Leiter des Landesgewerbemuseums.

Bei unserer Führung präsentiert sich uns auch das neu gestal­tete Foyer des Landesmuseums, die sogenannte „Dürnitz“, die im Sep­tember 2021 eröffnet wurde und mit Loungebereich, Café und Museumsshop aufwartet. Nach einer kurzen Pause in diesem attraktiven Museumsbereich führt uns unser Weg zum „unschwäbisch-pompösen“ Haus der Wirtschaft, dessen reprä­sen­tative Räume wir bei einer kurzen Führung besichtigen können (je nach Tagesbelegung zugänglich).

Leitung   Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung)
Führungen vor Ort
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg 13.05 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr13,- € (15,-€ Nichtmitglieder) für Fahrt und Führungen (maximal 10 Teilnehmende)
Anmeldungbis Donnerstag, 10.02.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de  

Donnerstag, 31.03.2022

Kunsthalle Tübingen: „Herzstücke“

Fahrt mit Führung – in Kooperation mit der VHS Kayh

Henri Nannen, der Gründer und langjährige Chefredakteur des Magazins „Stern“, war ein Kunstsammler aus Leidenschaft. Seine hochkarätige Sammlung stifteten er und seine Frau der Kunsthalle Emden, die 1986 eröffnet werden konnte.

Unter dem Titel HERZSTÜCKE sind nun 70 Hauptwerke der Sammlung Kunsthalle Emden in der Kunsthalle Tübingen zu Gast. Dabei folgt ihre Präsentation dem in Emden angelegten roten Faden der expressiv-figurativen Kunst durch das 20. Jh.:  Von bekannten Meisterwerken des deutschen Expressionismus

mit Künstlern der Künstlergruppen Brücke und Blauer Reiter

über die expressiven Tendenzen der Nachkriegszeit bis in die 1990er Jahre.

Unter Nannens „Herzstücken“ sind Werke von Beckmann, Kokoschka, Macke, Marc, Modersohn-Becker, Münter, Nolde, Pechstein, Picasso und viele mehr.

Leitung   Ute Ebner-Tallafuß, Dorothea Hünemörder, Begleitung
Führungen vor Ort
TreffpunktAmmertalbahn, Gleis 102: 13.40 Uhr,
Ammertalbahn Altingen: 13.50 Uhr
– Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr23,- € (25,-€ Nichtmitglieder) für Fahrt, Eintritt und Führung
Anmeldungbis Donnerstag, 24.03.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de  

Freitag, 08.04.2022

Streuobstspaziergang über die Kayher Flur

in Kooperation mit der VHS Kayh

Unser Spaziergang führt uns in die Kayher Streuobstwiesen, die den Ort malerisch umkränzen. Ihren Namen verdanken sie den hochstämmigen Obstbäumen, die „verstreut“ auf den Grund­stücken stehen und nach dem 30jährigen Krieg den Wein­bau ablösten. Die Obstwiesen bieten nicht nur zu jeder Jahres­zeit einen  wunderschönen  Anblick, sondern  auch  über

5000 Tier- und Pflanzenarten einen unersetzlichen Lebensraum in Bäumen, Hecken, im Gras und im Boden. Da sich viele Streuobstwiesen vom Schönbuchtrauf steil hinunter zum Ortsrand erstrecken, bedeutet deren Bewirtschaftung viel schweißtreibende (Hand-)Arbeit. Nicht umsonst bekam der Kayher Abschnitt des Herrenberger Streuobstpfades den Namen „Zwischen Blütenrausch und Muskelkater“!

An den vier verschiedenen Stationen unseres kulturhistorischen Spazierganges erfahren wir viel über den früheren Weinbau, über Geschichte und Gegenwart des Obstbaus, über die Tier- und Pflanzenwelt und den ganz praktischen Alltag und die Mühen der Obstbauern.

Leitung Peter Sindlinger, Vorsitzender des Obst- und Garten­­bauvereins Herrenberg-Kayh
Zeit15.00 – 17.00 Uhr
TreffpunktHeimatmuseum „Seegersches Häusle“, Hauptstraße 17
14.50 Uhr
Gebühr5,00 €
Anmeldungbis Freitag, 01.04.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de  

Samstag, 23.04.2022

Tagesfahrt ins Unterland – Weinsberg und Heilbronn

Die erste Exkursion des Jahres 2022 führt im Frühling ins Unterland. Das Herzland des württembergischen Weinbaues hat aber viel mehr zu bieten als nur Wein und Autos – es ist auch eine Region, die reich an kulturellen Schätzen ist. Dazu gehören ohne Zweifel Weinsberg und Heilbronn. In der aus der Stauferzeit stammenden Weinsberger Johanneskirche wollen wir unsere Besichtigungen beginnen; von hier aus geht es wei­ter zum gut 300 m hohen Wartberg, dem Hausberg der Heil­bronner. Von ihm aus bietet sich uns eine wunderbare Aussicht über die Stadt, den Neckar und das Umland bis zum Heuchelberg. Die wechselvolle Geschichte der ehemaligen frei­en Reichs­stadt lässt sich von hier oben besonders anschaulich erzählen. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt, die uns zum seit der BUGA 2019 so einladend neu gestalteten Neckarufer führt, gibt es eine Mittagspause zur freien Verfügung. Danach betrachten wir unter kundiger Führung die kunsthistorisch bedeutsamen Bauwerke der Stadt: die Kilianskirche mit dem herrlichen Schnitzaltar von Hans Seyfer, das Rathaus mit der astronomischen Uhr, den Deutschhof, d.i. die ehemalige Niederlassung des Deutschen Ordens, um nur die wichtigsten Gebäude zu nennen. Eine Kaffeepause soll den Ausflug in zwei Städte beschließen, deren Schicksal in besonderer Weise zeigt, wozu Menschen im Guten wie im Schlechten fähig sind: Beide Städte wurden immer wieder von schrecklichen Katastrophen getroffen. Weinsberg wurde im Verlauf seiner gut 800jährigen Geschichte viermal zerstört (einmal durch einen Stadtbrand, dreimal durch kriegerische Ereignisse). Doch jedes Mal bauten die Menschen ihre Stadt wieder auf. Dieses Schicksal erlitt Heilbronn „nur“ einmal. Wie lebendig sich die Stadt aber nach der völligen Vernichtung der historischen Altstadt im Dezember 1944 heute ihren Besuchern präsentiert, das werden wir mit eigenen Augen sehen.

Leitung   Volker Bäume und Elisabeth Kaiser (Einführung und Begleitung), Führung vor Ort
Treffpunkt7.50 Uhr Hallenbad (7.30 Uhr Deckenpfronn Betriebshof)
– Rückkehr gegen 19 Uhr
Gebühr     45, – € (Nichtmitglieder 50,- €) für Fahrt (Reisebus Däuble)
evtl. Eintritte oder Führung
Überweisung bitte auf Vereinskonto                                         
Anmeldungverbindlich bis Freitag, 08.04.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de

Montag, 25.04.2022

Wilhelm II. – König v. Württemberg – Auftritt in Herrenberg

Einführungsvortrag von Dr. Albrecht Ernst Hauptstaatsarchiv Stuttgart und Darbietung des Sprechkünstlers Peter Gorges

Im November 2021 konnte eine Gruppe des Kulturkreises in den derzeitigen Ausstellungen im Hauptstaatsarchiv und StadtPalais, geführt von den beiden Kuratoren Herrn Dr. Ernst und Frau Dr. Neumann, viel Wissenswertes über den letzten württembergischen König und seine Zeit erfahren. Nun freuen wir uns sehr über das Angebot von Dr. Ernst, den König einmal fast persönlich erleben zu können. Die neu entdeckten 500 Briefe des Königs, deren Edition Dr. Ernst gerade abgeschlossen hat,  ermöglichen einen sehr privaten, bisher unbekannten Blick auf seine Person. Nach einem kleinen Einführungsvortrag wird Peter Gorges auf seine Weise Briefe präsentieren und den König lebendig machen.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kultur­kreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
GebührEintritt frei  

Donnerstag, 05.05.2022

Christian-Wagner-Haus in Warmbronn

Fahrt mit Führung – in Kooperation mit der VHS Kayh

Der Warmbronner Dichter Christian Wagner (1835-1918) gehört zu den literarischen Außenseitern des späten 19. Jahrhunderts. Sein vorwiegend lyrisches Werk, geprägt von einer Natur­philo­sophie der Schonung alles Lebendigen, ist keiner Richtung oder Schule zuzurechnen. Als Autodidakt ohne höhere Schul­bildung hat Wagner ein Werk geschaffen, das von hohen ethischen Werten getragen ist.

Im Februar 2018 wurde das Christian-Wagner-Haus, bereits 1983 als Museum und Gedenkstätte eingerichtet, nach gründ­licher Renovierung und mit komplett neugestalteter Ausstellung wiedereröffnet. In rund 180 Objekten wird das vielseitige und erfüllte Leben des Dichters anschaulich dargestellt.

Zur Vertiefung unserer Begegnung mit dem Dichter begeben wir uns nach einer kleinen Stärkung auf den „Dichterpfad“, der unmittelbar am Museum beginnt und am Christian-Wagner-Brunnen im Ortskern endet. Von den 11 Stationen werden wir 5 erwandern und jeweils ein Gedicht Wagners vorgetragen bekommen.

Leitung     Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Führung: Dr. Axel Kuhn, Vorsitzender der Christian-Wagner-Gesellschaft
TreffpunktBhf Herrenberg, Gleis 1, 13.00 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr13,- € (15,- € Nichtmitglieder) für Fahrt und Führung
Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung
Anmeldungbis Donnerstag, 28.04.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de  

Donnerstag, 19.05.2022

Architektur am Stuttgarter Killesberg

Führung Weißenhof- und Kochenhofsiedlung mit Besuch im „Le-Corbusier-Haus“ – in Kooperation mit der VHS Kayh

Mit der Weißenhofsiedlung besitzt Stuttgart ein einzigartiges Kleinod der modernen Architektur der 1920er Jahre. Seit 2006 ist im Doppelhaus von Le Corbusier (Unesco-Welterbe seit 2016) ein Museum eingerichtet, das in der einen Hälfte die Geschichte der Weißenhofsiedlung museal erklärt und in der anderen eine originalgetreue Rekonstruktion der Inneneinrichtung von Le Corbusier bietet. Auch die anderen Häuser der Siedlung, von Kritikern abschätzig als „Araberdorf“ bezeichnet, lernen wir im Überblick kennen.

Auf dem Kochenhof in Stuttgart fand im Jahre 1933 eine inter­essante Bauusstellung statt, an der deutlich wurde, wie sich die Architektur der nationalsozialistischen Zeit von jener der 20er Jahre unterschied. Nur kurz nach der Weißenhofsiedlung ent­stand, quasi als ihr Gegenentwurf und in absoluter Nähe gelegen, die Kochenhofsiedlung unter der Leitung des Stuttgarter Archi­tekten Paul Schmitthenner in traditioneller Bauweise unter Verwendung traditioneller Materialien. Unsere Führung bringt uns zu den wenigen noch original erhaltenen Objekten dieser Siedlung.

Leitung   Ute Ebner-Tallafuß, Dorothea Hünemörder (Begleitung), Führung Barbara Honecker
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg 12.20 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr26,- € (28,- € Nichtmitglieder) für Fahrt und Führung (maximal 10 Teilnehmende)
Anmeldung  bis Mittwoch, 11.05.2022 bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de  

Donnerstag, 02.06.2022

 Anthropozän – Zeitalter des Menschen

Fahrt mit Führung zur Großen Landesausstellung im Naturkundemuseum und zum Rosenstein-Park – in Kooperation mit der VHS Kayh

Keine andere Spezies prägt den Planeten Erde so wie der Mensch. Wir haben alle Bereiche zwischen Erdkruste und Atmosphäre weitreichend verändert – und sind damit zur Natur­gewalt geworden. Unser immenser Einfluss auf Flora und Fauna, auf Erde, Wasser und Luft ist Teil der täglichen Berichterstattung und wirft Fragen nach der Zukunft der Menschheit auf. Vor diesem Hintergrund hat eine internationale Kommission von Wissenschaftler*innen den Beginn eines neuen Erdzeitalters, des Anthropozäns, ausgerufen.

Die Große Landesausstellung 2021/22 im Naturkundemuseum Stuttgart widmet sich diesem Thema. Mehrere interaktiv und lebens­nah gestaltete Ausstellungseinheiten beschäftigen sich mit den großen Fragen unserer Zeit: Wie kam es dazu, dass der Mensch zum weltenprägenden Wesen wurde? Wie haben wir den Planeten Erde bisher verändert? Und welche Perspektiven gibt es für uns? Das Naturkundemuseum Stuttgart mit seinen vielfältigen Forschungsprojekten ist prädestiniert für die Beantwortung dieser Fragen aus naturwissenschaftlicher Sicht. Die Kuratorin der Ausstellung nimmt uns mit auf einen Rundgang quer durch das Zeitalter des Menschen – von den frühesten Kulturerscheinungen über den Status quo bis in die ferne Zukunft.

Nach einer kleinen Kaffeepause begeben wir uns mit der Kuratorin auf einen ca. zweistündigen Stadtspaziergang durch Teile des Rosensteinparks und des Schlossgartens und betrachten dabei Stuttgart aus dem Blickwinkel zukünftiger Archäolog*innen und Paläontolog*innen.
Dabei nehmen wir folgende Punkte in den Blick:
Rosensteinpark: künstliche „Natur“
Wilhelma: Sammlung exotischer Pflanzen und Tiere
„Sprudler“: Mineralquellen und gebändigte Gewässer
Post-Gleisdreieck, SWR-Hochhaus, Stuttgart 21: was bleibt?

Leitung     Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Petra Härtl, Dipl. Prähistorikerin und Kuratorin der Ausstellung, Führungen
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg: 12.20 Uhr Rückkehr gegen 19.30 Uhr
Gebühr31,- € für Fahrt, Eintritt und Führungen bei 10-14 Teilnehmenden
27,- € bei 15-20 Teilnehmenden
Anmeldungbis Mittwoch, 25.05.2022, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de

Samstag, 25.06.2022

Exkursion nach Esslingen

Viele von uns haben die Schönheiten der ehemals Freien Reichsstadt schon bewundert. So stößt vielleicht eine inten­sivere Beschäftigung mit ihrer Ge­schichte und ihren Baudenk­mälern auf Interesse. Wir werden zunächst im neuen archäo­logischen Museum unter der gotischen Stadtkirche St. Dionys durch die Ausgrabungen ge­führt, die die Ursprünge der ersten Kirche aus dem 8. Jh. und Über­­reste aus der frühmittel­alterlichen Siedlung zeigen. Nach der Besichtigung der bedeutenden gotischen Glasfenster in St. Dionys selbst und einer kleinen Erholungspause  soll ein gemütlicher Spaziergang zu vielen Baudenkmälern führen, fußläufig gut erreichbar, liegen sie doch im Herzen der historischen Altstadt dicht beieinander: die Frauenkirche, die Kirche des ehemaligen Dominikanerklosters  St. Paul, der noch erhaltene Chor der Franziskanerkirche mit einem außer­gewöhnlich  reichhaltigen  Schatz an Glasfenstern, die zahl­reichen prächtigen „weltlichen“ Fachwerkhäuser, für die Esslingen berühmt ist, und natürlich schöne Ecken und Winkel wie das „Klein-Venedig“ an den Neckar-Kanälen. Nach einer späten Mittagspause vielleicht mit Blick auf die prachtvolle Renaissancefassade des Alten Rathauses von Heinrich Schickhardt sind wir um 15.00 Uhr  zu einer Führung im Stadtmuseum im Gelben Haus am Hafen­markt angemeldet. Spätestens nach diesem Überblick über die Geschichte und historischen Ausstellungsstücke vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jh.  wird deutlich, dass es noch Vieles gäbe, was zu besichtigen wäre. Zeitpunkt und schwindende Kräfte empfehlen aber, den Rückweg anzutreten.

Leitung     Elisabeth Kaiser (Einführung und Begleitung), Führungen vor Ort
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg: 08.20 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr16,- € (Nichtmitglieder 18,- €) für Fahrt, Eintritte und Führungen
Anmeldungbis Freitag, 17.06.2022, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
E-Mail: erkenheid.r@t-online.de

Vorschau

Studienreise 2022  „Frankfurt, Saalburg, Darmstadt – Vom Römer zum Jugendstil“
Unsere für das Frühjahr 2020 geplante und verschobene Studienreise wollen wir im Herbst 2022 nachholen. Informationen dazu erhalten Sie im nächsten Programm.