PROGRAMM

Frühjahr/Sommer 2023

In den ersten vier Monaten drängen sich die Exkursionen, die wir wegen eines nahen Endes der Ausstellungen in Mannheim, Tübingen, Stuttgart und Speyer machen wollen. Auch die Studienreise nach Nürnberg Ende April fällt noch in diese touristisch günstigere Zeit. Gespannt sind wir auf zwei Vorträge in der Spitalkirche, einmal einen Vortrag über einen wissenschaftlich forschenden Theologen des 19. Jahrhunderts, dann einen Vortrag über  einen wissenschaftlich forschenden Historiker unserer Zeit, Dr. Roman Janssen; leider nicht von ihm, sondern über ihn. Die Ausflüge im Frühjahr  und Frühsommer dienen  der historischen und kulturellen Erkundung unserer unmittelbaren Umgebung: dreimal mit unterschiedlichen Schwerpunkten in Herrenberg und  einmal in Sindelfingen. Mit der abschließenden sommerlichen Exkursion zur Heuneburg setzen wir unsere Beschäftigung mit den  Kelten fort.

Organisatorisch noch eine wichtige Nachricht:
Bitte überweisen Sie die Gebühr für Exkursionen oder die Studienreise erst, wenn sicher ist, dass diese Veranstaltungen stattfinden.

Mittwoch, 18.01.2023

Die Welt der Normannen in den Reiss-Engelhorn-Museen

Fahrt nach Mannheim und Führung in der Sonderausstellung

Die Reiss-Engelhorn-Museen widmen sich zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum den Normannen. In einem spannen­den Bilderbogen – einer Reise von Skandinavien bis ans Mittelmeer, von der Ostseeküste bis nach Byzanz – zeigen sie, wie aus Wikingern Normannen wurden. Seit dem 9. Jh. veränderten sie das Gesicht des mittelalterlichen Europa.  Eine Geschichte von Mobilität, Eroberung, Innovation und auch einer vielfältigen Vernetzung wird für uns eindrücklich lebendig gemacht. In 300 hochkarätigen Leihgaben werden Kunst­gegenstände, Preziosen und exotische Handelsgüter und nicht zuletzt historische Dokumente präsentiert, die sowohl politische und gesellschaftliche Gegebenheiten der damaligen Zeit beleuchten wie auch den kulturellen Austausch zwischen Orient und Okzident widerspiegeln.

Nach einer historischen Einführung während der Busfahrt nach Mannheim steht den Mitreisenden eine fachkundige Führung durch die Ausstellung sowie genügend Zeit für eigenständige Erkundungen zur Verfügung.

LeitungElisabeth Kaiser (Einführung und Begleitung)
Führung vor Ort
Treffpunkt8.20 Uhr Hallenbad (7.45  Uhr Deckenpfronn Betriebshof)
Rückkehr gegen 20.00 Uhr
Gebühr 50, – € (Nichtmitglieder 56,- €)  für Fahrt (Reisebus Däuble),
Eintritt und Führung, Überweisung bitte auf Vereinskonto                                         
DE36 60391310 00099120 02
Anmeldungverbindlich bis Mo., 02.01.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Freitag, 03.02.2023

„Troia, Schliemann und Tübingen“

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung im MUT- in Zusammenarbeit mit der VHS Kayh

Die Universität Tübingen nimmt gleich mehrere Jubiläen zum Anlass für ihre Sonderausstellung 2022/23 zum Thema „Troia“: den 25. Geburtstag des Museums im Schloss Hohentübingen, den 200. Geburtstag des legendären Troia-Entdeckers Schliemann und das mehr als 30-jährige Troia-Forschungsprojekt der Universität.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Exponate aus zahlreichen Sammlungen der Universität, ergänzt mit externen Leihgaben, die zusammen mit rund 200 nicht publizierten Tübinger Fundstücken der Troia-Grabungen Schliemanns ein beeindruckendes Spektrum bieten. Die Ausstellung im Rittersaal des Schlosses gliedert sich in die Abteilungen Troia-Mythos, Heinrich Schliemann, Grabungs- und Forschungsgeschichte, das Tübinger Troia-Projekt, Funde zu Architektur, Kunst, Handwerk und Alltag und thematisiert schließlich auch die Troia-Rezeption bis hin zum Troia-Trash.

Unsere Führung bietet uns einen Überblick über die Vielfalt der Ausstellung.

LeitungDorothea Hünemörder (Begleitung)
Dr. Ulrike Fritz (Führung)
TreffpunktBhf. Herrenberg, Gleis 102 (Ammertalbahn) 13:10 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 12,- € (14,- € Nichtmitglieder) für Fahrt, Eintritt, und Führung
Anmeldungbis Fr, 27.01.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Donnerstag, 16.02.2023

„Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre“ – George Grosz in Berlin

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart – in Zusammenarbeit mit VHS- Kayh und Jettingen

»Der Mensch ist nicht gut, sondern ein Vieh!«, urteilte George Grosz und veranschaulichte seine Meinung deutlich sichtbar in seinen Werken. Bis heute ist der Berliner Künstler berühmt für seine satirischen Illustrationen, die den moralischen Zerfall in Deutschland zwischen dem Ersten Weltkrieg und Hitlers Machtübernahme 1933 thematisieren. Grosz wollte mit seinen Arbeiten an das gesellschaftliche Gewissen appellieren und einen Blick hinter die Fassade werfen. Sein stilistisches Mittel: Grauen gepaart mit Humor. So machte er seine Kunst zur Waffe und lüftete mit spitzer Linie den klischeebesetzten glitzernden Vorhang der Goldenen Zwanziger. Ungeschönt zeigte er das Elend und die Schattenseiten seiner Zeit auf, legte menschliche Abgründe dar, kehrte das Innerste nach außen. Seine Darstellungen wurden in verschiedenen zeitgenössischen Kunstzeitschriften und politischen Magazinen gedruckt und sind so schnell einem breiten Publikum bekannt geworden. Bereits zu Grosz‘ Lebzeiten stießen sie sowohl auf Bewunderung als auch auf Kritik – mehrfach stand der Künstler u.a. wegen »Angriffs auf die öffentliche Moral« oder »Gotteslästerung« vor Gericht.

Die Ausstellung zeigt über 100 Werke: Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphiken.

LeitungDorothea Hünemörder (Begleitung)
Barbara Honecker M.A. (Führung)
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg, 12:20 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 23,- € (25,- € Nichtmitglieder) für Fahrt, Eintritt, Führung und Kopfhörer
Anmeldungbis Do, 09.02.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Dienstag, 28.02.2023

Wahrhaftigkeit und neuer Glaube  ̶  David Friedrich Strauß  (1808 -1874), kritischer Theologe und Religionsphilosoph

Vortrag mit PowerPoint von Dr. Eberhard Zwink – in Zusammenarbeit mit der Evang. Erwachsenenbildung Hbg.

David Friedrich Strauß (1808-1874 in Ludwigsburg), ev. Theologe, gefragter Repetent im Tübinger Stift, entfremdete sich unter dem Einfluss von Hegel und der aufkeimenden Bibelkritik des 18. Jahrhunderts zunehmend  der kirchlich orientierten Universitätstheologie. Er veröffentlichte 1835 das zweibändige Werk „Das Leben Jesu“, in dem er die vier Evangelien einer radikalen Kritik unterzog und das angeblich Historische als Mythos definierte. Die Reaktionen aus allen theologischen Richtungen waren gewaltig,  teilweise sogar so vernichtend, dass ihm schließlich Kanzel und Katheder versagt wurden und er fortan sein Leben als Privatgelehrter und Autor zubringen musste. Seine Entfremdung vom kirchlichen Christentum endete unter dem Einfluss von Darwin und unterschwellig in einem stets vorhandenen Fortschrittsglauben mit einem affirmativen Entwurf kulturbürgerlicher Intellektualität und einem vagen Gottesbegriff. Sein „Leben Jesu“ beflügelte jedoch die historisch-kritische Bibelwissenschaft des 20. Jahrhunderts.

Albert Schweitzer schrieb in seiner „Geschichte der Leben-Jesu-Forschung“: „Strauß ist nicht nur ein Zerstörer unhaltbarer Lösungen, sondern auch der Prophet einer kommenden Wissenschaft.“

Dr. Eberhard Zwink, Bibliotheksdirektor a.D., bis 2011 Fachreferent für Theologie, Philosophie und Buchgeschichte sowie Leiter der Historischen Sammlungen (Bibelsammlung u.a.) an der Württ. Landesbibliothek, hat 2008 eine Ausstellung zum 200. Geburtstag von David Friedrich Strauß verantwortet und mehrmals über Strauß referiert.

Zeit und Ort19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr  6,- € (8,- € Nichtmitglieder)
Anmeldungbis Di., 21.02.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Donnerstag, 02.03.2023

„Brothers and Sisters“

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung in der Kunsthalle Tübingen – in Zusammenarbeit mit der VHS Kayh

Wir alle sind in Familien aufgewachsen. Auch wenn wir diese als Heranwachsende verlassen, bleiben wir meistens weiterhin mit unserer Ursprungsfamilie in Kontakt. Was wir in unserer ›Familie‹ erleben, ob wir Einzelkinder sind oder Geschwister haben, hat Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Überraschenderweise jedoch wurde die längste und nicht selten intensivste Beziehung im Leben eines Menschen – die Geschwisterbeziehung – bislang in den Wissenschaften kaum erforscht und noch nie zum Thema einer Ausstellung gemacht. Mit der Ausstellung SISTERS & BROTHERS. 500 JAHRE GESCHWISTER IN DER KUNST dokumentiert die Kunsthalle Tübingen das emotionale Thema der Geschwisterbeziehung in der bildenden Kunst erstmals umfassend.

LeitungUte Ebner-Tallafuß, Dorothea Hünemörder (Begleitung)
Führung vor Ort
TreffpunktBhf. Herrenberg, Gleis 102 (Ammertalbahn) 13:40 Uhr
Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 23,- € (25,- € Nichtmitglieder) für Fahrt, Eintritt, und Führung
Anmeldungbis Do., 23.02.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Donnerstag, 16.03.2023

„Dr. Roman Janssen zum Gedenken“

Ein Überblick über sein Leben und Werk und Vortrag über ein Lieblingsthema des Verstorbenen von Christian Kübler –

in Zusammenarbeit mit der Evang. Erwachsenenbildung Hbg.

Die Gerolde – frühmittelalterliche „big players“ rund um Herrenberg

Die Geroldinger waren eine Familie des fränkischen Adels aus der Zeit der Karolinger, die vor allem in Schwaben begütert waren, aber im gesamten süddeutschen Raum eine große Bedeutung hatten. Wenig ist heute über die Mitglieder dieses einst mächtigen Geschlechts bekannt, die  in enger verwandtschaftlicher Beziehung zu Kaiser Karl dem Großen gestanden haben. Dennoch haben sie auch oder gerade im Herrenberger Raum ihre Spuren hinterlassen. Wie es dazu gekommen ist und was wir sonst über sie wissen, soll im Vortrag aufgezeigt werden.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr Eintritt frei

Samstag, 25.03.2023

Speyer – Kaiserdom und Reichsgeschichte

Tagesfahrt nach Speyer und Besuch der Sonderausstellung „Die Habsburger im Mittelalter“ im Historischen Museum der Pfalz

Die alte Bischofsstadt ermöglicht einmal mehr einen Einblick in die große europäische Geschichte des Mittelalters. Als erstes wollen wir uns dem Kaiserdom widmen, auch die Grablege unter dem Dom besuchen, die größte romanische Hallenkrypta, in der sich unter anderem die Gräber von vier Kaisern und vier Königen befinden. Die Mittagspause mit Einkehr in eine der vielen gastlichen Möglichkeiten um die Maximilianstraße herum soll die notwendige Erholung vor dem nachmittäglichen Museumsbesuch bringen. Die Sonderausstellung zum  750-jährigen Jubiläum der Thronbesteigung Rudolfs I. (seine Grablege haben wir  im Dom besucht) erzählt den Aufstieg der Habsburger von einem Grafengeschlecht im Südwesten zu Königen und Kaisern des Heiligen Römischen Reichs bis 1500:  300 Jahre Reichsgeschichte und zugleich die Erfolgsgeschichte einer Dynastie, die auch noch über weitere Jahrhunderte die Geschicke Europas prägte. Als Ergänzung kann man im gleichen Gebäude noch einen Abstecher in die neugestaltete Sammlung des Dom- und Diozösanmuseums „Kreuz und Krone“ machen und Exponate aus 1000 Jahren Kirchengeschichte bestaunen.

LeitungElisabeth Kaiser (Einführung und Begleitung)
Führung im Museum vor Ort
Treffpunkt8.30 Uhr Hallenbad (8.00 Uhr Deckenpfronn Betriebshof)
Rückkehr gegen 20.00 Uhr
Gebühr 65,- € (Nichtmitglieder 70,- €)  bei 25 TN Fahrt (Reisebus Däuble), Eintritt und Führung
Überweisung auf Vereinskonto
DE36 60391310 00099120 02
Anmeldungverbindlich bis Sa., 11.03.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Donnerstag, 20.04.2023

Literarischer Spaziergang im Frühling

Spaziergang mit Vortrag von Gabi Weber-Urban – in Zusammenarbeit mit der VHS Kayh und der Evang. Erwachsenenbildung Hbg.

Gönnen Sie sich eine kleine Auszeit vom Alltag. Ein Spaziergang in angenehmer Gesellschaft ist eine Wohltat für den Körper und schenkt neue Energie. Für Geist und Seele gibt es dazu Gedichte und kleine Geschichten, die an ausgewählten Orten rezitiert werden. Thematischer Schwerpunkt ist der Frühling. Genießen Sie das frische Grün und die ersten bunten Blüten der Frühlingsboten. Lassen Sie sich überraschen von bekannten und unbekannten Gedichten, die an ausgewählten Stellen vorgetragen werden. Der Spaziergang findet in gemächlichem Tempo statt und dauert – inklusive der Lesepausen – maximal 1,5 Stunden.

Zeit15.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
Treffpunkt14:50 Uhr Fruchtkasten, Grabenseite
Gebühr 8,-€ (Nichtmitglieder 10,- €)
Anmeldungbis Do., 13.04.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Studienreise: Donnerstag, 27.4., bis Sonntag, 30.4.2023

Nürnberg

Unsere diesjährige Studienreise wird uns nach Nürnberg führen. So werden wir wieder eine der Städte besuchen, die in der deutschen Geschichte eine besondere Rolle spielten. Viele Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wurden in Frankfurt gewählt, in Aachen gekrönt, in Nürnberg aber war das Verfahren von Wahl und Krönung im Jahre 1356 unter Kaiser Karl IV. auf Jahrhunderte in der Goldenen Bulle festgeschrieben worden.  Zur politischen Bedeutung kam die günstige Lage im Herzen Europas. So konnte sich die Stadt zu einem wichtigen Handelszentrum, im 16.Jhdt. sogar zum Mekka der deutschen Kunst und Kultur entwickeln. Albrecht Dürer, Veit Stoß, Adam Kraft, Hans Sachs und viele andere verliehen Nürnberg einen Glanz, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus strahlte. Erst die schrecklichen Ereignisse des 20. Jhdt. fügten der Stadt und ihrem Ruf schwere Schäden zu. Die Rolle, die Nürnberg in der Zeit des Nationalsozialismus spielte, bezahlte es teuer: Die von den Romantikern im 19. Jhdt. so enthusiastisch gefeierte Altstadt wurde im 2. Weltkrieg derart schwer beschädigt, dass man nach 1945 sogar daran dachte, die Stadt an anderer Stelle wieder aufzubauen. Die Nürnberger Prozesse, in denen die Alliierten die noch lebenden Vertreter des Naziregimes aburteilten, verbinden den Namen der Stadt bis heute mit der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte. Auf unserer Fahrt wollen wir uns mit beiden Seiten der Nürnberger Geschichte beschäftigen. Wir werden überrascht sein über den Reichtum an Schätzen aus Kunst und Architektur, wir werden aber auch die dunklen Phasen der Nürnberger Geschichte nicht vernachlässigen.                                               

Folgender  Programmablauf ist geplant:                                                                                 

Donnerstag, 27.4.: Vormittags Anreise mit dem Bus und Einchecken im sehr günstig gelegenen Hotel Victoria, Mittagessen im Hotel, nachmittags Stadtführung Teil I (St. Lorenz, Kaiserburg)

Freitag, 28.4.: Vormittags Stadtführung II (St. Sebald, Dürerhaus, Hauptmarkt mit Frauenkirche und Schönem Brunnen), nachmittags Johannisfriedhof und Hesperidengärten

Samstag, 29.4.: Vormittags Memorium Nürnberger Prozess, nachmittags Dokumentationszentrum und Reichsparteitagsgelände

Sonntag, 30..4.: Vormittags Germanisches Nationalmuseum, nachmittags fakultativ Spielzeugmuseum, anschließend Heimreise

LeitungVolker Bäume, Renate Brujmann
Gebühr 500,- € (Nichtmitglieder 540,- €) pro Person im Doppelzimmer,
630,- € im Einzelzimmer (Nichtmitglieder 670,- €) 
LeistungenBusfahrt (Fa.Däuble)
3 Übernachtungen mit Frühstück im**** Hotel Victoria
Königstr. 80, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/ 2405-0, www.hotelvictoria.de
Mittagessen im Hotel am Anreisetag, 3 Abendessen in Restaurants der Altstadt
Eintritte, Führungen, 2-Tageskarte für den ÖPNV
Anmeldungab sofort bis spätestens 23. März bei Frau Erkenheid Reinhardt
Hildrizhauser Str.1, 71083 Herrenberg per Post;  oder per E-Mail: erkenheid.r@t-online.de
Anzahlung von 200,-€ nach der schriftlichen Anmeldung

Überweisung nur auf folgendes Konto:
Kulturkreis Herrenberg, Studienreisen: DE 14 6039 1310 0009 9120 10                                                  Bitte denken Sie an den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.
(Es können evtl. Stornogebühren anfallen.) 

Dienstag, 16.05.2023

Sindelfingen – vom Stift zur Stadt: Zeugnisse von über 900 Jahren Baukunst

Bauhistorische Führung durch die Altstadt mit Tilmann Marstaller M.A. – in Zusammenarbeit mit der VHS Kayh und der Evang. Erwachsenenbildung

Am nordwestlichen Rande des Schönbuchs gründeten im 13.Jh. Familienmitglieder der Tübinger Pfalzgrafen nicht weit voneinander entfernt die Städte Herrenberg, Böblingen und Sindelfingen. Während Böblingen im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig unterging, blieben in Herrenberg und Sindelfingen die historischen Altstädte im Wesentlichen erhalten. Während Herrenberg durch den verheerenden Stadtbrand 1635 und dem nachfolgenden Wiederaufbau geprägt ist, blieb Sindelfingen von derartigen Katastrophen weitgehend verschont. So verfügt die Altstadt – wie kaum ein anderer Ort in Württemberg – noch über einen geschlossenen mittelalterlich-frühneuzeitlichen Bestand an Fachwerkhäusern, welcher zugleich zu den am besten erforschten im ganzen Land zählt. Überragt wird die Altstadt von der hochromanischen Stiftskirche St. Martin, die nicht nur eine der Keimzellen der Stadt bildete, sondern durch ihr original erhaltenes Dachwerk heute Fachleute aus ganz  Deutschland nach Sindelfingen lockt.

LeitungDorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung)
TreffpunktS-Bahnsteig Herrenberg, 13:35 Uhr
Dauer der Führung ca 2 Std, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 15,- € (17,- € Nichtmitglieder) für Fahrt und Führung
Anmeldungbis Do., 09.05.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Freitag, 26.05.2023

Herrenberg Intensiv IV: Persönlichkeiten in der Geschichte der Stadt

Führung Dr. Michaela Bautz

Ob sie nun „nur“ in Herrenberg geboren sind, ob sie hier zeitlebens oder vorübergehend gewohnt bzw. gewirkt haben: es gibt eine ganze Reihe interessanter Persönlichkeiten, die seit dem 12. Jahrhundert die Geschichte der Stadt mitgeprägt haben. Dazu zählen die Stadtgründer, die Pfalzgrafen von Tübingen, sowie Johannes Huter, der um 1400 das Spital stiftete. Mit Jerg Ratgeb und Heinrich Füllmaurer begegnen uns wichtige mit Herrenberg verbundene Künstler des 16. Jahrhunderts. Die Familie Schickhardt wirkte im 16. und 17. Jahrhundert über mehrere Generationen im Handwerk und in der (Bau-)Kunst für Stadt und Land, nicht zu vergessen die wissenschaftlichen und technischen Leistungen eines Wilhelm Schickhardt, der vor 400 Jahren 1623 die erste Rechen­maschine konstruierte. Ein herausragender Schriftsteller und Theologe des 17. Jahrhunderts war Johann Valentin Andreae, der auch über seine tatkräftige Mutter Maria Andreae berichtete. Die Handelsfamilie Khönle und der Vogt Gottlieb Friedrich Heß prägten im 17. und 18. Jahrhundert die Stadt. Für das 19. Jahrhundert wird der Maler Theodor Schüz und für das 20. Jahrhundert die Stadträtin Luise Schöffel vorgestellt. Die Führung zu den Erinnerungsorten beginnt am Fruchtkasten.

Zeit15.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr
TreffpunktFruchtkasten Herrenberg
Gebühr frei
Anmeldungbis Samstag, 20.05.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Freitag, 23.06.2023

Herrenberg Intensiv V: Auf dem Weg in die Moderne

Führung Elisabeth Kaiser

Nach verschiedenen „intensiven“ Spaziergängen durch die historische Altstadt widmen wir uns heute einem frühen Ausbaugebiet außerhalb der Stadtmauern. Mit der Eröffnung der Gäubahn 1879 bekam die Stadt eine Bahnverbindung nach Stuttgart, die sich förderlich auf die Industrieansiedlung  auswirkte. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden Neubauten in der sogenannten Vorstadt. Sie erzählen nicht nur von neuen Bautechniken und von einem historistischen Baustil, der verschiedene alte Baustile aufgreift, sondern auch von einer sich wandelnden Gesellschaft mit neuen Bedürfnissen. Auf unserem Gang im Bereich Bahnhof- und Horber Straße, an der Hindenburgstraße vorbei zur Tübinger Straße  am ehemaligen Schafhausfeld betrachten wir öffentliche und private Gebäude, Geschäftshäuser und einen Industriebau, leider im Laufe der baulichen Entwicklung der Stadt heute oft im Schatten moderner Gebäude, verändert oder ihrer ursprünglichen Funktion beraubt.  Gemeinsam ist allen  ihre Bauweise aus Backstein. Ein Besuch in der im erweiterten Wohngebiet  der 30er Jahre entstandenen St. Josefskirche ist auch geplant.  Als erste katholische Kirche Herrenbergs ist sie nicht nur Zeichen für den Bevölkerungswandel, sondern auch für den Einzug der modernen Kunst, wie sie sich in der Bauweise   und den eindrucksvollen Glasfenstern von Albert Birkle manifestiert.

Zeit15.00 Uhr bis ca. 16.30 Uhr
TreffpunktVor dem Bahnhofsgebäude Herrenberg
Gebühr frei
Anmeldungbis Montag, 19.06.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855  
e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Samstag, 15.07.2023

Heuneburg – Stadt Pyrene. Bedeutendste keltische Akropolis Europas

Fahrt mit Führung zum keltischen Freilichtmuseum Heuneburg in Herbertingen-Hundersingen und Abstecher nach Bad Urach

Nach wie vor sind die Kelten eines der rätselhaftesten Phänomene der antiken europäischen Geschichte. Zwar haben sie uns keine Schriftzeugnisse, dafür aber eine umso reichhaltigere materielle Kultur hinterlassen, die in den letzten Jahrzehnten vor allem durch mühevolle archäologische Ausgrabungen und Auswertungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Der deutsche Südwesten war einst ein Kernland jenes unbekannten Volkes, weshalb das Landesministerium für Wissenschaft 2019 den Slogan „Keltenland Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen hat.

Einer der berühmtesten keltischen Fürstensitze befindet sich an der Oberen Donau in Herbertingen-Hundersingen. Ein Besuch des dortigen Freilichtmuseums bietet die Möglichkeit, die geheimnisvolle Kultur jenes untergangenen Volkes etwas besser kennen zu lernen. Nach einer einstündigen Führung besteht die Möglichkeit zu einer etwa einstündigen geführten Wanderung durch das weitläufige Gelände  außerhalb des Freilichtmuseums zu weiteren keltischen Fundorten und/oder zum Besuch des  Museums. Auf der Rückfahrt wollen wir in Bad Urach Pause machen: Erholen und Kaffee trinken in  der ehemaligen Residenzstadt Eberhards im Barte ist angesagt,  aber auch ein Besuch der spätgotischen St. Amanduskirche sollte nicht fehlen. Die Kirche und das dazugehörige Stifterhaus hat Eberhard als erste Niederlassung für die Brüder vom Gemeinsamen Leben bauen lassen, von wo die Gemeinschaft dann mit Herrenberg einen weiteren Wirkungsort erhielt.

LeitungElisabeth Kaiser (Begleitung)
Führungen Christian Kübler
Treffpunkt8:30 Uhr Hallenbad (8:00 Uhr Deckenpfronn Betriebshof Däuble)
weitere Zustiege auf Anfrage
Rückkehr gegen 18:00 Uhr
Gebühr 36, – € (Nichtmitglieder 41,- €) für Fahrt, Eintritte und Führungen;
Überweisung bitte auf das Vereinskonto
DE36 6039 1310 0009 9120 02
Anmeldungverbindlich bis spätestens Sa., 01.07.2023, bei Frau Reinhardt
Tel. 07032-508855
e-mail: erkenheid.r@t-online.de