PROGRAMM

Frühjahr und Sommer 2020

Einige Hinweise sollen Ihnen die Entdeckung des einen oder anderen roten Fadens in unserem Programm ermöglichen. Wichtig ist uns immer wieder, unsere Betroffenheit über die Zeit des Nationalsozialismus in unserer Region wachzuhalten; so im vergangenen Jahr mit dem Besuch im Hotel Silber, im Haus der Geschichte oder demnächst im Kunstmuseum am Schloss­platz. Jerg Ratgeb, der Maler des Herrenberger Altars, den Sie in den vergangenen Monaten sicherlich intensiv betrachtet haben, beschäftigt uns weiterhin. So werden Sie einiges erfahren im Vortrag von Frau Dr. Wieman, einer großen Kennerin der altdeutschen Malerei, oder auch beim Besuch des von Ratgeb ausgemalten Kreuzgangs im Karmeliterkloster in Frankfurt – ein Programmpunkt auf unserer zweiten Hessen­reise. Eine der beiden Großen Landesausstellungen in Karls­ruhe widmet sich mit Hans Baldung Grien einem bedeutenden Zeitgenossen Ratgebs. Verschiedene Veran­staltungen im Zusammenhang mit unserer Reise nach Rumänien haben unseren Blick nach Ostmitteleuropa geweitet. Dazu wird es auch noch Anknüpfungspunkte bei „Kaiser und Sultan“ in Karlsruhe geben. Vielleicht freuen Sie sich auch besonders über die Angebote, die jetzt nicht erwähnt worden sind.


Dienstag, 14.01.2020

Rumänien: Noch ein Blick auf die Reise von Kulturkreis und Kirchengemeinde

Nach einem informativen Abend im letzten Oktober in der Spitalkirche, an dem wir uns intensiv mit einem Aspekt unserer letzten Kulturkreisreise nach Rumänien befasst haben – die Kunst und Theologie der orthodoxen Kirchen in der Bukowina – wollen wir das Thema noch einmal aufgreifen. Vor allen Dingen soll der Hauptteil der Reise im Mittelpunkt stehen: Mediasch als Zentrum der vielfältigen Beziehungen der Kirchengemeinden Herrenberg und Mediasch und Siebenbürgen, die rumänische Provinz Transsilvania. Mit den Reisestationen dort  wollen wir die beeindruckenden kulturellen Zeugnisse der Siebenbürger Sachsen betrachten und auch einen Blick auf das heutige Rumänien werfen, auf seine Bewohner und Lebensbe­din­gungen.

Leitung Elisabeth Kaiser, Christoph Stein
Zeit und Ort 19.30 Uhr, Evangelisches Gemeindehaus, Erhardtstr.4, Herrenberg
Gebühr Eintritt frei  

Freitag, 17.01.2020

„Tiepolo – der beste Maler Venedigs“

Fahrt mit Führung durch die Sonderausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart – in Kooperation mit den VHS Jettingen und Kayh

»Der beste Maler Venedigs« – so wurde Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) von seinen Zeitgenossen gefeiert. In Venedig geboren, stieg er zu einem der bedeutendsten Künst­ler des 18. Jahrhunderts auf, der in Italien ebenso begehrt war wie in Würzburg und Madrid. Anlässlich seines 250. Todes­tages widmet die Staatsgalerie Stuttgart ihm eine große Ausstellung und präsentiert ihren hochrangigen Bestand im Kontext kostbarer internationaler Leihgaben aus Europa und Übersee. 

Erstmals im deutschsprachigen Raum eröffnet die Schau den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos und macht die Vielfalt seines Oeuvres anschaulich – von eleganten Gemälden zu Mythologie und Geschichte über dramatische religiöse Bilder bis zu Karikaturzeichnungen und Radierungen. 

Leitung Sabine Protschka (Begleitung), Andreas Pinczewski (Führung)
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:05, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 24,- € für Fahrt, Führung und Eintritt Mitglieder 20,- € 
Anmeldung bis Fr., 10.01.2019 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Freitag, 07.02.2020

„Wo ist Afrika?“

Fahrt mit Führung durch die Neupräsentation der Afrika-Sammlungen des Lindenmuseums Stuttgart –  in Kooperation mit der VHS Kayh

Wo ist Afrika? fordert dazu auf, die Afrika-Sammlungen des Museums neu kennen zu lernen.

Ein großer Teil der Objekte aus Kamerun, dem Kongobecken, Mosambik, Nigeria und Tansania gelangte in der Kolonialzeit während des „Wettlaufs um Afrika“ Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Sammlungen. Oft wurden sie als „Trophäen“ auf blutige Weise erbeutet. Die Ausstellung konzentriert sich auf Beziehungen und Bewegungen, die die Objekte über die Zeit erfahren haben. Sie lotet aus, in welche Prozesse sie heute eingebunden sind und welchen Platz sie in der Zukunft vielleicht haben werden. Die Objekte haben Spuren in der Geschichte hinterlassen, doch sind ihr Wissen und ihre Lehren darin nicht immer vollends erkannt. Sie machen deut­lich, wie wir bis heute in ein koloniales Denken verstrickt sind. So wollen sie zu einem Denken über eine globale Staats­bürgerschaft anregen, die auf einem „uns“ und „wir“ basiert. Die Ausstellung, die sich bemüht, die eurozentrische Perspektive aufzugeben, begrüßt die Besucher mit den Worten: „Du bist hier, also denk daran, das ist nicht Afrika.“ Damit rückt sie die kulturelle Kreativität in den Fokus und ermöglicht eine realistische Annäherung an die „afrikanische Kultur“ aus historischer und ästhetischer Sicht.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung), Führung vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:35, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 17,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 15,- € 
Anmeldung bis Fr., 31.01.2020  bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Dienstag, 18.02.2020  

Wandelaltäre

Vortrag von Frau Dr. Elsbeth Wiemann – in Kooperation mit der „Spitalkirche – Ort der Begegnung“

Der Brauch, den Altartisch mit gemalten oder geschnitzten Aufsätzen zu schmücken, wird erst mit dem Ende des 14. Jahr­hunderts verbindliche Konvention. Zur ständigen Kirchenaus­stattung gehörend, haben die nach deutschem Sprachgebrauch auch kurzerhand »Altäre« genannten Retabel jedoch keinerlei Funktion innerhalb der Liturgie. Wandelaltäre, die durch ein Flügelpaar oder mehrere Flügelpaare sowohl geschlossen wie geöffnet werden können, also entsprechend unterschiedliche Schauseiten bieten, stellen einen Sondertypus dieser Retabel dar. Ihr Verbreitungsgebiet ist im Wesentlichen auf die deutschen Gebiete, die Niederlande und das Baltikum beschränkt.

Anhand von exemplarischen Werken wird der Vortrag die Entwicklung des Flügelaltars von den Anfängen um 1300 bis hin zu ihrem Höhepunkt am Ende des 15. Jahrhunderts und zu Beginn des 16. Jahrhunderts vorstellen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem von Jerg Ratgeb für die Stiftskirche in Herrenberg geschaffenen, 1519 datierten Herrenberger Altar sowie dem Gothaer Tafelaltar, den der Herrenberger Maler Heinrich Füllmaurer um 1538 mutmaßlich im Auftrag von Herzog Ulrich ausführte. Dabei soll dargelegt werden, wie beide Künstler – auf jeweils unterschiedliche Weise – den spät­gotischen Altartypus in direktem Bezug zur Aufstel­lungs­situation innovativ weiterführten.

Zeit und Ort  19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr  6,- €, Mitglieder  5,- €  

Donnerstag, 05.03.2020

Kunst – Kultur – Geschichte in Karlsruhe:
Kaiser und Sultan, Nachbarn in Europas Mitte (1600-1700)              
Heilig/unheilig – Hans Baldung Grien

Tagesfahrt zu zwei Großen Landesausstellungen in Karlsruhe

Zum Kernbestand des Badischen Landesmuseums gehört die weltbekannte Karlsruher Türkenbeute, eine Trophäensammlung der badischen Markgrafen aus den Türkenkriegen des 17. Jh. Sie ist der Ausgangspunkt der Großen Landesausstellung, die die historischen und kulturellen Verflechtungen von Südost- und Mitteleuropa im 17. Jh. aufzeigen will. Für den europäischen Kon­­tinent wurden Ungarn, Siebenbürgen und die Balkan­halbinsel ein Transitraum, ein bisher kaum bekanntes Tor  von vielfältigen Wissens- und Kulturtransfers, von zivilisatorischen Neuerungen und Innovationen in Architektur,Technik, Kunst und Mode. Die Aus­stellung vereint rund 350 osmanische und osmanisch beeinflusste Exponate aus der Karlsruher Sammlung, aus der bedeutenden Türckischen Cammer in Dresden und  Leihgaben aus Budapest, Krakau und Wien. Vor und nach einer Führung in kleinen Gruppen soll viel Zeit für eine persönliche „Spuren­suche“ bleiben. Nach einer – wenn gewünscht – gemeinsamen Mittagspause im schon gewohnten Café in der Nähe wollen wir uns in der Kunsthalle Hans Baldung genannt Grien widmen, einem der außerge­wöhn­lichsten Künstler des 16. Jh. Vermutlich in Schwäbisch Gmünd und etwa gleichzeitig wie Jerg Ratgeb geboren, war es ihm möglich, über eine lange Lebenszeit ein überragendes Werk mit herkömmlichen wie auch für die damalige Zeit neuartigen Themen zu schaffen. „Heilig/unheilig“ – zwei Pole bestimmen seine Kunst: zum einen das Religiöse, das er in imposanten Altarwerken, leuchtenden Glasgemälden und intimen Andachtsbildern gestaltete, zum anderen das Weltliche,  Geschichten aus der Antike und Gegenwart, Por­träts, verrätselte Denkbilder und sinnliche Akte. Er war ein Künstler der Spätgotik, der Hochrenaissance bis hin zum Manie­rismus.  Spannend ist auch der Vergleich mit Werken von Zeitgenossen wie Dürer und Cranach. In der Ausstellung treffen die bedeutenden Karlsruher Bestände auf rund 200 hochkarätige Leihgaben u.a. aus London, Madrid, Wien, Prag, Basel, Nürnberg, Kopenhagen, Paris, Warschau, Florenz und New York.                                                                                          

Da wir wegen des Verkehrs nicht vor 18.00 Uhr zurückfahren, ist individuelles Betrachten und Verweilen im schönen Café der Kunsthalle möglich.

Leitung Elisabeth Kaiser (Einführung und Begleitung), Führungen vor Ort
Treffpunkt Hallenbad 8.50 Uhr, Rückkehr gegen 19.30 Uhr
Gebühr 60,- €, Mitglieder 50,- € für Fahrt mit Reisebus (Däuble),
Eintritte und Führungen
Anmeldung verbindlich bis Samstag, 22.02.2020 bei Frau Reinhardt,
Tel. 07032-508855, e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Dienstag, 10.03.2020

Christian Wagner als prophetischer Dichter für unsere Zeit

Vortrag von Dr. Axel Kuhn

Der Warmbronner Dichter Christian Wagner (1835 – 1918) hat mit seinen Büchern und Schriften ein bedeutendes literarisches Erbe hinterlassen. Seine freie Denkungsart, sein seelenvolles Naturverständnis, seine – für die Zeitgenossen nicht immer bequemen – ethischen Überzeugungen erweisen sich auch noch heutzutage als aktuell, in mancher Hinsicht sogar als visionär. Wagner setzte sich für eine friedvolle Zukunft ein, in der alle Menschen im Einklang mit der Natur und in Verantwortung für künftige Generationen leben. „Schonung alles Lebendigen“ ist das Grundprinzip im Leben und Werk dieses außergewöhnlichen Dichters.

Der Referent war in seiner aktiven Berufszeit Hochschullehrer für neuere Geschichte in Stuttgart und ist Vorsitzender der Christian-Wagner-Gesellschaft in Leonberg-Warmbronn.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Kulturkreises statt, zu der eine besondere Einladung ergeht.

Zeit und Ort 19.00 Uhr, Spitalkirche, Tübinger Straße
Gebühr Eintritt frei  

Freitag, 27.03.2020

 „Uilleann Pipes“
 Irische Dudelsäcke, made in Wendelsheim

Werkstattführung – in Kooperation mit der VHS Kayh

Im beschaulichen Wendelsheim betreibt Andreas Rogge seit 2011 seine Werkstatt für Dudelsackbau. Im Jahre 1979 führte ihn die Neugier auf die irische Musik nach Irland. Fasziniert vom Klang der Uilleann Pipes suchte er nach einem der wenigen Pipemaker und fand schließlich den Altmeister Matt Kiernan in Dublin. Dort erlernte er die Grundlagen des Dudelsackbaus. Zurück in Deutschland, richtete er sich eine Werkstatt ein und baut nun seit 36 Jahren neben den Uilleann Pipes auch deutsche und französische Dudelsäcke. Alle Teile des Instruments werden in der Roggeschen Werkstatt von Hand hergestellt: Pfeifen aus Ebenholz, Kirsche oder Buchsbaum werden gedrechselt und ausgehöhlt, Klappen und Beschläge gefertigt und die Ledersäcke genäht. Als ausgezeichneter Spieler entlockt er den irischen Instrumenten einen klaren und schönen Klang – „ganz nah bei der menschlichen Stimme“, anders als der eher durchdringende Klang der schottischen Dudelsäcke.

Leitung Dorothea Hünemörder  
Treffpunkt Arbachstr. 10, 72108 Rottenburg-Wendelsheim, 14:50 Uhr,
individuelle Anfahrt, Mitfahrgelegenheit kann vermittelt werden
Gebühr 10,- €, Mitglieder 8,- €
Anmeldung bis Fr., bis 20.03.2020 bei Frau Reinhardt,
Tel. 07032-508855, e-mail: erkenheid.r@t-online.de

Freitag, 03.04.2020

Der Traum vom Museum »schwäbischer« Kunst
Das Kunstmuseum Stuttgart im Nationalsozialismus

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung in Stuttgart – in Kooperation mit der VHS Kayh

Die Geschichte des Kunstmuseums Stuttgart im National­sozialismus ist weitgehend unbekannt. Die städtische Kunst­sammlung wurde 1924 mit der Stiftung der Gemäldesammlung des Grafen di Casanova gegründet. Die Stadt präsentierte sie ab 1925 in einer Dauerschau in der Villa Berg, einem ehemaligen Fürstenpalais. Auch wurden in kleinem Umfang Kunstwerke hinzuerworben. Ein Museum wurde aber nicht geschaffen. In Stuttgart gab es im »Dritten Reich«  daher noch kein städtisches Kunstmuseum. Dessen Grundlagen legten erst die Nationalsozialisten mit ihrer Kunst- und Kulturpolitik. Ihr Ziel war die Verwirklichung des Traums vom Museum »schwäbi­scher« Kunst. Die Ausstellung thematisiert ein lange verdrängtes Kapitel Stuttgarter Museumsgeschichte und schreibt zugleich die Gründungsgeschichte des Kunstmuseums Stuttgart neu.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Führung vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:35 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 18,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 16,- € 
Anmeldung bis Fr., 27.03.2020 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Studienreise: Donnerstag, 23.04. bis Sonntag, 26.04.2020

Frankfurt, Saalburg und Darmstadt: Vom Römer zum Jugendstil

Donnerstag, 23.04.

6.45 Uhr Abfahrt Herrenberg Hallenbad – Fahrt nach Frankfurt: Bummel von der Alten Oper zum Goethehaus (Besichtigung), Mittagspause (z.B. im Panorama-Restaurant der Galeria Kaufhof an der Zeil), Besichtigung der Jerg-Ratgeb-Fresken im Karmeliterkloster und der Leonhardskirche, Spaziergang über den Eisernen Steg zum Hotel, Hotelbezug. 19 Uhr Abendessen in Sachsenhausen im „Fichtekränzi“

Freitag, 24.04.

Vormittags geführter Stadtrundgang (mit archäologischem Garten, Neuer Altstadt , Römerberg, Paulskirche), Gelegenheit zum Mittagessen (z.B. Kleinmarkthalle), nachmittags geführte Besichtigung des Domes und des Dommuseums, danach Freizeit (Gelegenheit zur Kaffeepause, zum Bummeln oder zum Besuch der Gemäldeausstellung „Fantastische Frauen“  in der „Schirn“ (Werke u.a. von Frida Kahlo). 19 Uhr Abendessen im „Depot 1899“

Samstag, 25.04.

Busfahrt (ca. 30 km) nach Bad Homburg am Taunus, geführte Besichtigung der Saalburg, Gelegenheit zum Mittagessen in der Kastellgaststätte „Taberna“, Rückfahrt nach Frankfurt. Besuch der Skulpturensammlung  des Liebighauses, Gelegenheit zur Kaffeepause im Museumscafé. 19 Uhr Abendessen im Traditionssapfelweinlokal „Wagner“

Sonntag, 26.04.

Nach Frühstück und Kofferverladen Spaziergang zu Frankfurts bedeutendstem Kunstmuseum, dem „Städel“. Ab 10 Uhr ge­mein­same Betrachtung ausgewählter Gemälde, Gelegenheit zum Mittagessen im Museum (Café oder Restaurant). 13.30 Uhr Fahrt nach Darmstadt (ca. 30 km), geführter Spaziergang durch die Jugendstilkünstlerkolonie Mathildenhöhe (voraus­sichtlich ab 2020 UNESCO-Weltkulturerbe), Gelegenheit zur Kaffeepause. 17 Uhr Rückfahrt nach Herrenberg, Ankunft in Herrenberg gegen 20 Uhr

Leitung Volker Bäume, Elisabeth Kaiser
Gebühr 440,- € (Nichtmitglieder 480,- €) pro Person im Doppelzimmer;
Einzelzimmerzuschlag 80,- €
LeistungenBusfahrt (Fa. Däuble),
3 Übernachtungen mit Frühstück vom 23. – 26.4. im Maingau Hotel,
Schifferstr. 38-40, 60594 Frankfurt a. M., Tel. 069/60914-0,
3 Abendessen in Restaurants in Sachsenhausen, Eintritte, Führungen
Anmeldung ab sofort  bei Frau Reinhardt schriftlich: Hildrizhauser Straße 1,
71083 Herrenberg,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de (zur Info: Tel. 508855)

Freitag, 15.05.2020

 „Hut ab!“
Pickelhaube, Pussyhat und andere Kopfgeschichten 

Fahrt mit Führung zur Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg – in Kooperation mit der VHS Kayh

Nachdem Hüte vor Jahrzehnten aus dem Alltag verschwanden, provozieren Kopfbedeckungen heute wieder: Wie bedrohlich für Europa und die Demokratie ist das Kopftuch? Warum bleibt ein Kippa-Träger nicht überall in Deutschland unbehelligt? Die Ausstellung „Hut ab!“ beschäftigt sich mit der Symbolik und den Geschichten von Hauben, Helmen, Hüten, Kappen, Mützen und Tüchern. Sie zeigen, wie Menschen gesehen werden wollen und sollen.

Die Pickelhaube zeugt von Macht, die Cloche von Stil, der Zylinder von Stand, der Heckerhut von Haltung, der Pussyhat von Protest. Im Alltag war der Männerhut ein Muss: Er bestimmte bis Ende der 1960er jahrzehntelang das Straßenbild in Deutschland. Die Ausstellung führt durch Zeiten, in denen Kleidung ohne Kopfbedeckung nicht vollständig war. Sie zeigt, über welche Kopfsachen heute diskutiert wird. Und sie erzählt interessante, komische und tragische Kopfgeschichten: etwa über eine Reihe von Mützen, die von den jungen Trägern niemals bei ihrer Studentenverbindung abgeholt wurden – sie fielen im Ersten Weltkrieg.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung), Führung vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 13:35 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 14,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 12,- € 
Anmeldung bis Fr., 08.05.2020 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Freitag, 19.06.2020

Friedrich Hölderlin in Lauffen a.N.

Tagesfahrt mit Führungen im Museum und in der Stadt 
– in Kooperation mit der VHS Kayh

Pünktlich zum 250. Geburtstag des Dichters Friedrich Hölderlin wird das renovierte Geburtshaus in Lauffen a.N. eröffnet und lädt zu einer Begegnung mit einem der bedeutendsten deut­schen Dichter ein. Das historische Haus, 1750 vom Großvater des Dichters erbaut, konnte durch eine aufwändige und kost­spielige Sanierung weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten und zum modernen Museum umgestaltet werden. In vier Ausstellungsräumen präsentiert das Hölderlinhaus zahl­reiche Facetten der Persönlichkeit des sprachgewaltigen Dichters: den Freund, den Erfinder, den Utopisten, den Liebhaber sowie zwölf weitere Aspekte.

Nach der Führung durch das Hölderlinhaus und einer gemeinsamen Mittagseinkehr erwartet uns eine Führung durch die Stadt, die immer wieder das Thema „Hölderlin“ aufgreift, z.B. der „Hölderlin-Kreisel“ des Künstlers Peter Lenk, das Hölderlin-Denkmal und die Regiswindiskirche.

Leitung Dorothea Hünemörder, Elisabeth Kaiser (Begleitung),
Führungen vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 09:05 Uhr, geplante Rückkehr: 18:44 Uhr
Gebühr 27,- € für Fahrt, Eintritt und Führungen, Mitglieder 24,- € 
Anmeldung bis Fr., 12.06.2020 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de  

Donnerstag, 02.07.2020

Drucksache Bauhaus und Ida Kerkovius: „Die ganze Welt ist Farbe“

Fahrt mit Führung zu den Sonderausstellungen in der Staatsgalerie

Die Graphischen Sammlungen Stuttgart bergen reiche Schätze, aus denen nun im Zusammenhang mit dem großen Bauhaus-Jubiläum 2019 zwei Themenkreise herausgenommen wurden, um zwei Ausstellungen zu konzipieren: 1. Die 4 Mappen des Projekts „Bauhaus-Drucke. Neue Europaeische Graphik“, die die ersten Publikationen der Meister des Bauhauses zwischen 1921 und 1924 und 45 Vertreter der künstlerischen Avantgarde Europas enthalten. Zusätzlich sind Mappen und Einzelwerke von u.a. Feininger, Kandinsky und Schlemmer zu sehen. 2. Im Graphik-Kabinett wird zudem in einer Ausstellung Ida Kerkovius gewürdigt, die auch am Bauhaus studiert hat, um vielseitig von anderen zu lernen. Unter den rund 20 Schülerinnen von Adolf Hölzel an der Stuttgarter Akademie ragt sie, die in Stuttgart liebevoll „Kerko“ genannt wurde, hervor.

Leitung Elisabeth Kaiser (Begleitung), Führung vor Ort
Treffpunkt S-Bahnsteig Herrenberg 14:35 Uhr, Rückkehr nach Vereinbarung
Gebühr 24,- € für Fahrt, Eintritt und Führung, Mitglieder 20,- € 
Anmeldung bis Di., 23.06.2020 bei Frau Reinhardt, Tel. 07032-508855,
e-mail: erkenheid.r@t-online.de    

Gerne verweisen wir auf das Programm der Evangelischen Erwachsenenbildung Herrenberg („Spitalkirche – Ort der Begegnung“), besonders auf die Studien- und Gourmetreise  im September  „Spurensuche im Piémont“  von Sonntag 6.9. bis Freitag 11.9.2020.  Im Mittelpunkt steht in Torre Pelice in den Cottischen Alpen südwestlich von Turin der Besuch der Glaubensgemeinschaft der Waldenser, die seit langen Jahren enge Beziehungen zur Kirchengemeinde Herrenberg haben.  Das Programm liegt u.a. in der Spitalkirche aus oder ist über www.erwachsenenbildung-herrenberg.de zu erfahren.